Soni

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Wunsch erfüllte sich im Jahre 2000 – durch einen Hauskauf und eine Teilzeitarbeit meinerseits waren gute Bedingungen für einen Hund geschaffen:

Wir waren von keiner Zustimmung des Vermieters abhängig und genug Zeit hatte ich auch, mich um unseren vierbeinigen Nachwuchs zu kümmern.

Allerdings wollten wir erst unser kleines Häuschen renovieren (was eine laaange Zeit in Anspruch nahm, da Sven alles alleine machte) und dann, wenn alles nett und fertig wäre, uns um ein Hundebaby kümmern….

Aber wie so immer im Leben – es kam alles anders:

Dez 2000 war es eher eine “Kurzschlußhandlung – in die Zeitung gucken, nach Jack Russel Terrier Welpen suchen und los….

Um es kurz zu machen:

Wir fuhren auf einen verwahrlosten Hof mit Menschen, die auch eher  “ungewöhnlich” auftraten.Die Hündin dort hatte 3 weibliche und einen männlichen Welpen  – war natürlich ein süßer Haufen, – und wir —völlig naiv!

Wir waren mit dem Vorsatz hingefahren “nur gucken” und wenn, dann sollte es ein Rüde sein. Also war unsere Auswahl eher gering. Gerade der Rüde war eher sehr ruhig, hörte als erstes mit dem Spielen auf – im Gegensatz zu seinen Schwestern, bei denen richtig die Post abging…

Die Welpen waren damals ca 16 Wochen alt, noch nicht stubenrein… – Das letzte bißchen Vernunft regte sich bei mir  – die Zustände vor Ort, der Dreck dort, die Hunde nicht stubenrein… ich erbat uns Bedenkzeit, am folgenden Tag wollten wir nochmal wiederkommen. In der folgenden Nacht habe ich nicht geschlafen, ich hatte ein ganz ungutes Gefühl, wollte mir auch kein Problemfällchen aufhalsen -und am Morgen stand für mich fest: nein,den Hund nehmen wir nicht. Am Mittag, als Sven von der Arbeit nach Hause kam, hielt die Vernunft noch an – damit sie eine Viertelstunde später am Boden lag!

Also, wir haben diesen kleinen, 16 Wochen alten Zwerg geholt – gleich vom Tierarzt durchchecken lassen, wo sich rausstellte, daß er doch extreme O-Beine und einen starken Überbiß hatte – so stark, daß die Gefahr einer OP bestand, sollte sich sein Gebiß nicht im Laufe der kommenden Wochen und Monate derart anpassen, daß seine Nahrungsaufnahme gesichert wäre…das fing ja gut an…..

Aber zu Hause kam es noch besser – dieser kleiner Hund hatte vor allem und jedem Angst – die Nachbarn (Menschen allgemein), Autos, andere Hunde, laute Geräusche….wirklich vor allem…

Obwohl ich damals die ersten Wochen komplett zu Hause war und am Tage und auch nachts alle 2-3 Stunden mit ihm rausgegangen bin, hat es schlußendlich 3 lange Monate gedauert, bis er stubenrein wurde… er hat es sogar 2mal gebracht, nach dem Gassigang in sein Körbchen zu gehen und da sein Pfützchen hinzumachen….

Aber lieb war er von der ersten Sekunde an – und sehr anhänglich!

Da zeigte sich auch schon das nächste Problem – das Alleinelassen!

Obwohl wir uns die größte Mühe gaben (Radio an, Wecker und alte Socke von uns in´s Körbchen, vorher fein Gassi gehen, anfangen mit 1 min …) – dieser Hund HEULTE,HEULTE,HEULTE…..sobald man ihn alleine ließ! (und dabei hatte er ja immerhin noch die zwei Katzen da?!)

Da aber auch ich dann mal wieder arbeiten mußte – konnten wir ein Alleinelassen nicht vermeiden – Gott sei Dank hatten und haben wir extrem verständnisvolle und tierliebe Nachbarn – auch heulte er dann nicht ständig, sondern in mehr oder weniger großen Abständen.

Aber alles dieses haben wir irgendwie gemeistert – im folgenden Jahr sind wir dann einem Hundeverein beigetreten, haben ein Jahr später die BH absolviert und uns in den folgenden 3 Jahren in die A 3 “hochgewurschtelt…….

Und ganz wichtig: Soni ist eindeutig Herrchens bester Kamerad, Kumpel und unbestrittende Nummer 1 !!

Sonis Stärken:

  • ein “beruhigender” Spaziergenosse, immer in unmittelbarer Nähe

  • verhält sich (ob an-oder abgeleint) Hunden und Menschen gegenüber neutral

  • “Oberaufpasser” unseres Hauses und der ganzen Straße

  • immer funktionierende Wärmeflasche im Bett und auf der Couch

Sonis Schwächen (bzw. meine Schwächen/Ausbildungsfehler):

  • leider seehr knallempfindlich

  • kläfft ein bißchen viel

  • hat häufig seinen eigenen kleinen Kopf

  • wie wir feststellen mußten, mag er keinen einzigen Briefträger

  • für ihn ist der Hundeplatz ein Ort geblieben, an den man gehen kann, aber nicht muß…

Mit ihm fing unser “Hundeleben” an.

Solange ich denken kann, war mein größter Wunsch ein eigener Hund.