Obi Berichte/News

30.10.2011 – Unser Start beim HSC Hanseat Lübeck e. V.

Richterin: Beate Faust, Ringsteward: Suzanne Pöhling

Am 30.10.2011 bin ich also mit Lesco im HSC Hanseat Lübeck gestartet – da ich ja auch mit Pitch am Start war und der erst später dran kam , hatte ich einen relativ frühen Start mit Lesco. Es ging los mit den Einzelübungen und Lesco war: einfach toll!!

Seine Fußarbeit fand ich ziemlich klasse – sein Hüpfen wird in den Prüfungen anscheinend doch etwas weniger – weil da die Aussicht auf Bestätigung durch Ball fehlt.. oder so …

Ansonsten durch und durch eine tolle Prüfung – gut, das Abrufen mit Steh und Platz wird weder schneller noch präziser – aber ich sehe da auch wirklich den Zusammenhang mit den vielen gelaufenen Prüfungen… – wir trainieren zwar weiter dran – aber irgendwo sind wahrscheinlich auch Grenzen… für uns… und wer hat es nicht ?? dieses : im Training macht er´s aber so toll und in der Prüfung…

Und natürlich – meine Lieblingsübung mit Lesco wird sicher immer bleiben: die Distanzkontrolle.. – einfach nur schön…

Seine Punkte im Einzelnen:

Freifolge: 7 Punkte (wenn ich sage, er hüpft weniger, heißt es ja nicht, daß er gar nicht mehr hüpft und bedrängt

Blitz: 9 Punkte

Abrufen mit Steh und Platz: 9,5 Punkte

Box: 10 Punkte

gerichtetes Apportieren: 10 Punkte (heute habe ich Lesco “verdutzt” – er gibt doch die letzte Zeit das Holz nicht mehr aus – und statt nun immer energischer “Aus” zu grummeln, habe ich mit hoher Stimme ganz freundlich “Aus” gezwitschert :-) – Lesco hat sich wohl so erschrocken, daß er sofort aus gegeben hat :-)

Metallapport: 9,5 Punkte

Suchen: 9,5 Punkte

Distanzkontrolle: 10 Punkte

Da die Bleib-Übungen außer Sicht erst ganz am Ende des Prüfungstages stattfinden – mußte ich noch ganz schön weiter “bibbern” – wie gerne legt sich Lesco nach einem langen Tag aus dem Sitz hin – aber heute mußte mein Turbo-Glücks-Tag sein – auch Lesco ganz souverän beide Übungen je 10 Punkte.

Gesamt: 303 Punkte – keine weiteren Worte – Frauchen konnte nur noch ungläubig die Ergebnisse ihrer Goldjungs hören und bestaunen…und weiß, daß sie da etwas ganz, ganz Wertvolles in ihrem Leben hat….

18.09.2011 Prüfung beim HSV Fahrenkrug

Ups, gestern gestartet – 2 Übungen “verrissen” -und genau eine Nacht dazwischen, um dran zu arbeiten – nicht gerade die beste Voraussetzung, um mich in eine gute Stimmung zu versetzen – war sie aber dennoch :-)

Heute waren die Gruppenübungen direkt vor den Einzelübungen – also nachmittags…

Und ich glaube, Lesco war ein bißchen “dösig” – auf jeden Fall “nickte” er ca 3 sek, bevor wir wieder aus dem Versteck gerufen wurden, ein –  sprich: er legte sich hin – ui, 30 Punkte schon mal wieder in die “Tonne gehauen” – und noch die 2 “verdappelten Übungen” von gestern im Kopf .- also ein “easy-going- Gefühl” entsteht eigentlich anders.. -und es konnte sich auch nicht so recht ausbreiten bei mir ….

Ab auf den Platz – Fußarbeit.

Ich hatte heute sogar noch ein besseres Gefühl als am Vortag – man sieht hier, wie Gefühl täuschen kann – es gab nur 7 Punkte :-)

Der Blitz – aha, “Blitz, wir kommen”!!! –  – ich gebe zu , ich habe mich bei dieser Übung bestimmt noch nie so konzentriert wie heute -und es klappte – 10 Punkte.

Abrufen mit Steh und Platz – letztes Tempo fand Herr Belder langsamer als die ersten beiden Abschnitte (ich hätte es genau anders rum gesehen – wie gut, daß ich kein Richter bin! ) – 9 Punkte.

Box: ja, wieder konzentriert und kein STOP sondern Platz gerufen – 10 Punkte

gerichtetes Apportieren – vielleicht will Lesco lieber VPG machen :-)? – auf jeden Fall wieder Kampf um´s Apportel – 8 Punkte

Metall: schön, – 10 Punkte

Suchen: JIPI!!! Das Üben in der Nacht hat sich gelohnt – hin, nix suchen – aber sofort finden, schnappen und zurück – 9 Punkte (leicht schiefes Vorsitzen)

Distanzkontrolle: gewohnt und doch jedes Mal wieder schön anzusehen – 10 Punkte.

Gesamt: 268 Punkte, vorzüglich.

Klar, die 30 Punkte für das Sitzen sind schade (wie alle verlorenen Punkte es nun mal so an sich haben…) – aber ansonsten???

War ich topp zufrieden, habe mich sehr über das wieder so schnelle und gute Suchen gefreut und bis auf den Kampf um´s Apportel fand ich eigentlich jede Übung richtig klasse von meinem Goldstück……. – und eigentlich war ich sogar überaus überrascht, daß Lesco einen 2ten Prüfungstag so gut meistert – ich habe ja eher mit einer kleinen Katastrophe gerechnet – man sieht es also wieder, wie sehr man sich doch täuschen kann…..

17.09.2011 Prüfung bei den Walddörfern

Bei bestem “Hundewetter” ging der Tag gut los – die Gruppenübungen wurden gleich morgens für alle Klassen abgenommen -und Lesco war echt brav – Absitzen 9 und Ablage 10 Punkte.

Bei der Auslosung dann wieder kein glückliches Händchen – ich zog die letzte Startnummer des Tages – und dabei ist mein Motto doch : “schnell dahin ist schnell davon” :-)

Der Tag wurde also lang…. bis wir dann dran waren:

Es ging gut los – ich hatte ein relativ gutes Gefühl bei der Fußarbeit – nein, gelogen, ein sehr gutes – denn die letzten Wochen hatten wir da (außer den üblichen Baustellen an dieser Übung, die wir ja schon gar nicht mehr wahrnehmen:-) ein RIESENPROBLEM – Lesco hat sich in keiner Grundstellung mehr hingesetzt.

Und da ich meist alleine trainiere ist SO ein Problem schon heftig – denn – wie bekannt – hinten immer noch keine Augen .

Aber Sven – sowieso bester und liebster Ehemann dieser Welt – war die letzte Zeit unermüdlich für uns im Einsatz – immer hinter uns hergehend und mir Bescheid gebend, was so hinter mir passiert:-).

Das Problem des Nicht-Sitzen wollen hatten wir vor ca 2 Jahren schon mal….

Dann aber der eigentliche “Klopfer” dieser Prüfung.

Der Blitz! (ups – da hatten wir doch noch nie Probleme?!) – Es sollte folgende Reihenfolge kommen: Sitz, Steh, Platz.

Wir gehen los – ich sage Sitz – Lesco macht Steh – ups???

Wir gehen weiter – ich sage Steh – Lesco macht Sitz – ups???????

Beim Weitergehen ging mir durch den Kopf, was er wohl gleich beim Platz machen würde – aber nein  – DAS konnte er noch :-) – aber machte die Null für 2 verpatzte Übungen nicht runder…

Abrufen mit Steh und Platz – schön, 10 Punkte.

Die Box – echt prima – doch nur 8 Punkte – ups?? 2 Punkte Abzug für mein “Stop” – Kommando in der Box – Herr Belder möchte gerne vorher wissen, welche Position der Hund da machen soll – das Stop ist zu “allgemein” gehalten :-) ok, wieder etwas gelernt:-)

Apportieren – sehr schön – aber Lesco will ja das Apportel schon lange nicht mehr auslassen – teuer! – 8 Punkte.

Metall – schön – 10 Punkte.

Suchen – nicht so schön :-) – Lesco läuft hin, sucht und findet. (so weit, so gut) – spuckt´s aus, sucht weiter, nimmt es dann doch…..5 Punkte

Distanzkontrolle: sehr schön – 9 Punkte – Herr Belder hat´s gesehen – Lesco hat manchmal so viel Anspannung im Po, daß das Sitz in den letzten 3 cm langsamer ausfällt.

Insgesamt:

248 Punkte, sehr gut.

(das erste Sehr gut seit 5! Jahren :-) – Wie sagte mein Bruder doch schon?? Auch Lesco ist nur ein Hund!

gut, daß mir das ab und zu jemand sagt – ich würde es sonst glatt vergessen

ein unschöner Moment: zu sehen, daß Lesco der älteste der startenden Hunde war……. – Gott, war das noch schön, als er zu den jüngsten gehörte

30.04./01.05.2011 VDH DM in Herrenberg

So, nachdem ich jetzt bereits 2 mal einen Bericht für´s Nirwana des Internets geschrieben habe und ich lieber den PC aus dem Fenster schmeißen würde als nochmal zu schreiben – aber nein, ich reiße mich zusammen und speichere jetzt einfach mal zwischen…:-)

Vorausschicken möchte ich, daß ich 2 Wochen vor der DM ja noch beim PHV Alstertal mit Lesco gestartet bin -und mit einem vorzüglichen Ergebnis und einem guten Gefühl da raus…

Gut, Lesco ist nun 9 und läuft seit 7 Jahren wie ein aufgezogenes Obi-Pferdchen seine Prüfungen -klar, ihm kann man ein x (Prüfung) nicht mehr für ein u (Training) vormachen :-)

Da wird das Apportel schon mal länger im Zuckerschnäußchen gehalten, da weiß er natürlich, daß er hier und heute nicht durchlaufen wird beim Abrufen usw…

Aber ich denke, das sind Dinge, die so ziemlich jeder, der lange im Sport mit seinem Hund läuft, kennt – wer nicht  – Herzlichen Glückwunsch:-)

Und gerade ich hatte ja immer gesagt, daß ich aufhören will, solange es noch alles richtig schön ist  – ja, habe ich gesagt!

Aber, ich bin ja nun (leider) nur ein Mensch – und der – richtig- ändert auch schon mal seine Meinung…

Nun sage ich – ich trainiere Lesco solange, so ER das will – und er will nun mal noch sein Training – und ich dafür die Prüfungen :-)

Also ab nach Herrenberg – abgesehen von der Anreisedauer (8 Stunden) ein herrlicher Austragungsort!

Absolut hundefreundlich gelegen, malerische Kulisse, tolles Prüfungsgelände und Gassi-Geh-Möglichkeiten, von denen man sonst nur träumen kann!

Nettes Hotel hatten wir auch noch…

Die Auslosung am Freitagabend ergab, daß ich am späten Samstagnachmittag als drittletzte Starterin mit den Einzelübungen dran sein sollte – hm, nicht der ganz günstigste Termin – denn gerade der Samstag hielt wenig Wolken – dafür aber viiiiel Wärme für uns bereit.

Also Samstag nachmittag ab in die Einzelübungen -und was muß ich sagen?? Die Fußarbeit, die Fußarbeit – nein, schön ist definitiv was anderes!

Man hätte denken können, da läuft ein Hund, der sein Herrchen im Publikum sucht oder so – Lesco absolut zersträut und unaufmerksam – alles andere von “angeschaltet”.

Im Blitz dann haben wir uns – nein, er sich! – wieder gefangen – alle Positionen schön eingenommen..

Das Abrufen – jo, soweit ganz “nett”… aber da das Tempo bei dieser DM nicht im Mittelpunkt der Bewertungen stand, bekamen wir auch hier hohe Punktzahlen.

Dann die Box – herrje!! – Lesco läuft zur Stehpylone und…….schmeißt sich dort ohne zu Zögern in´s Platz. Batsch. – (nun brauche ich auch so ein T-Shirt : “das hat er noch nie gemacht”)

Und als der Ringsteward das Kommando zum Weiterschicken in die Box gab, dachte ich nur: “wieso, ist doch jetzt eh NULL” – nein, man sieht, ich kenne mich in der PO echt nicht aus – es gab nur 2 Punkte Abzug – alles andere war nämlich ok.

Richtungsapport – gut, Lesco “stupst” ja gerne im Vorsitz an – ansonsten alles prima.

Metallapport – sonst immer eher eine “Zitterübung” für uns – hier eine unserer Besten!

Suchen – Lesco läuft los, schnappt sich das richtige Holz, spuckt es aus – “testet” noch 2 andere, um dann doch das richtige zu Frauchen zu bringen . GUUUUTER Hund -nur leider dennoch Null.

Distanzkontrolle: wie gewohnt schön …. einfach prima.

Am nächsten Morgen dann mußte Lesco seine gemeinsamen Übungen absolvieren – da wollte er sich wohl wieder bei mir “einschleimen”  (weiß er wirklich immer noch nicht, daß er das gar nicht nötig hat?? – er ist doch eh der Beste!!) – beide Übungen absolut korrekt.

Die Ergebnisse im Einzelnen: je 2 Ergebnisse, weil 2 Richterinnen

Absitzen: 10 und 10

Ablage: 10 und 10

Fußarbeit: 6,5 und 6,5

Blitz: 9,5 und 9

Abrufen: 8,5 und 10

Box: 8 und 8

gerichtetes Apportieren: 9 und 9

Metallapport: 10 und 10

Suchen: “wie schreibt man die Zahl?!” und “wie schreibt man die Zahl?!” – na, sagen wir mal 2 mal NULL!

Distanzkontrolle: 10 und 10

Insgesamt: 263,23 Vorzüglich, 14 Platz von 47 Startern

Mein Fazit:

Das Suchen Null – shit happens!

Das Hinschmeißen an die Stehpylone: shit happens manchmal mehrmals!

Die Fußarbeit – nein, hier nix shit happens – hier geht es um Ursachenforschung – und ich bin der Meinung, daß ich den Fehler auch schon gefunden habe -und ja klar, die findet man natürlich zu 100 % immer beim Hundeführer – ups, das bin ja hier ich

Dieses eher “magere” Ergebnis hat 2 große positive Aspekte:

  1. es zeigt gewissen Menschen, daß auch wir nur mit “Wassser kochen”  -und daß wir “schwache” Ergebnisse so gut wegstecken können wie “starke”  -und daß es uns nicht “runterzieht” oder sonstiges -und daß wahrscheinlich ICH solch ein Ergebnis viel besser verstehen kann – schon immer viel stärker damit gerechtnet habe- als manch anderer. Es zeigt weiterhin, daß Lesco wirklich keinen “Obi-Chip” in sich trägt – sondern daß immer alles ein Ergebnis von Arbeit und Training war…und auch in Lesco und mir nur Blut und keine Metallspäne fließt:-)  – das nur mal so an die “Beileids-Bekunder” :-) – ich lebe noch, den Hund haben wir auch leben lassen und es geht uns sogar noch sehr gut :-)
  2. schon früher habe ich festgestellt, daß mich nichts mehr motiviert im Hundesport als eine „schlechte“ Prüfung – jo, ich würde es mal so sagen, Erfolg erzeugt nicht nur ein gutes Gefühl – sondern auch eine Menge „Druck“ – „Mißerfolg“ macht herrlich frei und spornt in einer Weise an, die nur gut tut…

Das Problem lediglich an Punkt 2 ist: die Zeit mit Lesco läuft mir davon….

Aber wir werden sehen, wie und ob es weitergeht – ich denke mal, es geht weiterJ

Ja, Herrenberg war wirklich eine Reise wert!- und ein besonderes Danke an dieser Stelle an die beiden Ringstewards und ihre Helfer – ich habe ja bis jetzt immer nur nette, souveräne RS erlebt – aber dieses Duo setzte wirklich allem die Krone auf – wie freundlich, locker und dennoch so was von hammer-souverän – -wow, das war echt ein Erlebnis!! – vielen Dank dafür!!

Ein weiteres Danke an meine Freundin Ute, die mich auf der Heimfahrt, die wir gleich nach der Siegerehrung antraten, gegen 23 Uhr vom Steuer ablöste – ich glaube ohne sie hätte ich an der nächsten Raststätte bis zum nächsten Mittag geschlafen – ich frage mich heute noch, warum sie um diese Uhrzeit noch so fit war

Und ja – das größte DANKESCHÖN – natürlich – an meinen Lesco!!

Wenn auch etwas ungewohnt in der Prüfung – so denke ich, auch diese Prüfung hatte ihren tieferen Sinn – und Lesco wird ihn schon kennen – nur ich muß noch eine Weile überlegen, um ihn zu sehen

Mein guter, guter,  ach, allerbester Hund!!!!

10.10.2010 –  doch noch ein Start mit Lesco?! -beim HSV Luthe

Vielleicht erstmal, warum bin ich nochmal mit Lesco gestartet???

Wie Ihr wißt, sollte Lesco jetzt in “Obi-Rente” gehen…ich fand, die WM wäre ein guter “Abschluß” gewesen – sozusagen als “Höhepunkt” unserer “Karriere” – und da er nun 6 Saisons gelaufen ist, scharf auf das 10te Lebensjahr zugeht und die Prüfungs-Routine und ein gewisser “Starrsinn”auch grüßen lassen – so dachte ich mir, es gibt keinen besseren “Schlußpunkt”. Voll vernünftig, oder??

Aber natürlich ist Lesco noch kein “alter” Hund – weder vom körperlichen, noch vom geistigen Standpunkt aus. Vom geistigen am allerwenigsten:-))

Und “nur so” trainieren – also “Obi just for fun” – das kann ich nicht. Absolut nicht. Das habe ich gemerkt. Geht gar nicht. Trainieren ohne “Ziel und Druck”. Und Verstand.

Aber Lesco will was tun.

Geplant war, daß ich mich auf etwas anderes konzentriere – das Suchen kam mir in den Sinn… – nur leider hatte ich die vergangene Zeit weder Lust noch Muße, mich mit dem Thema weiter auseinander zu setzen.

Und Lesco? Wollte sich nicht mit ein bißchen “Lari-Fari” -Bällchenwerfen abspeisen lassen…und ich? keine Lust, mit ihm zu trainieren…wozu?? – (der Mensch ist schlecht, ich sag´s ja immer wieder)

Also sah ich nur eine Möglichkeit – eine Prüfung mußte gemeldet werden -und siehe da – ich hatte wieder “Lust” – und Lesco auch:-)

Ich würde also sagen, ich habe die Prüfung gemeldet, damit ich überhaupt vernünftig mit Lesco trainieren konnte – allein meine Unfähigkeit, mit meinem Hund ernsthaft und motiviert zu trainieren, ohne dass eine Prüfung als Ziel ansteht, hat mich dazu gebracht, diese Prüfung in Luthe zu melden.

(oh ja, der Mensch ist schlecht – und ich sowieso:-)))

So saßen wir also am 10.10 morgens im Auto – Lesco, Pitch und ich – und Maike mit Fliege, die ich endlich überreden konnte, die längst überfällige O2 zu laufen. (und die die Klasse 2 mit einem FETTEN V und völlig verdient gewann!!!)

Das Prüfungsgelände und die Gassi-Geh-Möglichkeiten waren prima, und gleich morgens wurden auch alle gemeinsamen Übungen aller Klassen abgefragt.

Das Pitchi war ganz fein artig:-)) lediglich (mal wieder!) zur Platzablage brauchte er ein Doppelkommando – wir gingen mit 10 und 9 aus den ersten Übungen.

Lesco war prima – er bekam zweimal 10.

19.08.2010

Oh ja, schön war sie, die Obedience-Zeit mit Lesco…….

Eifrige Leser dieser Homepage haben es ja vielleicht mitbekommen – dieses Jahr “durften” wir zur Obedience-WM fahren – “durften” auf Grund unserer Leistungen und einer Änderung der Zulassungsbestimmungen – denn immer noch ist der gute Lesco ein Hund “ohne Papiere” :-)) -aber dafür mit gaaaanz viel Herz und Kampfgeist:-)

Damit ich hier gar nicht erst in Depressionen verfalle, versuche ich es mal relativ:-) kurz zu machen:

Daß ich dieses Jahr überhaupt zur Qualifikation für die WM gefahren bin, war bis kurz vor Meldeschluß nicht sicher.

Die Entscheidung dafür hatte zwei Gründe:

Zum einen, daß Lesco einen ziemlich “gut fitten” Eindruck machte – und daß die Quali so schön früh war und ich auf beste “Wetter”-bedingungen hoffen konnte…

Die Quali dann noch zu gewinnen und sich für die WM zu qualifizieren – ja, ich gebe es zu, da konnte auch ich nicht “widerstehen”:-))

Und wir waren da, wir waren EINMAL da – bei der Obedience-WM.

Ich kann nicht sagen, daß das von jeher mein Ziel gewesen ist – wie auch? Lesco als “Papierloser”:-) war ja der Eintritt dahin bis zu diesem Jahr versperrt.

Würde mich jemand gefragt haben, ob ICH meine, Lesco würde dahin gehören – so ganz ehrlich, ich hätte die Frage mit einem klaren Ja beantwortet:-) wohlgemerkt – Lesco, nicht unbedingt ich:-))

Wie dem auch sei, 2010 “durften” wir – wir haben alles gegeben und viel erreicht – mehr, als ich je erhofft hätte. (und das meine ich ganz ehrlich..—-was habe ich im Radio gesagt:-)???”wenn wir unter die ersten 50 kommen, wäre ich glücklich”……(hat ja auch gleich Anschiss von Nane gegeben, von wegen Tiefstapeln und so – aber ich HABE so gedacht!

Wir sind schlußendlich auf Platz 9 gelandet – auf der WM – und damit ist tatsächlich so ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen…

einfach ein paar mehr Menschen als sonst zu zeigen: LESCO IST DER TOLLSTE HUND (für mich:-)

Nur 2 Wochen später wollten wir auf der Bundessiegerprüfung des DVG starten, die ja wiederum die Quali für eine weitere Meisterschaft ist (unserer geliebten dhv-Meisterschaft – Lesco und ich haben nur die besten Erinnerungen an die dhv´s…:-)

Aber es sollte (mal wieder) nicht sein – Lesco hatte sich die Pfote kurz vorher aufgeschnitten und lahmte noch am Veranstaltungsort.

Auch wenn ich wußte, daß es dieser heilende Schnitt war (also nichts dramatisches) und das Lahmen zusehends weniger wurde – meine Überzeugung ist und wird es immer bleiben:

Erwarte ich vom Hund 100% – so bin ich ihm das gleiche schuldig…und dazu gehört für mich vor allem, nur mit dem GANZ fitten Hund zu starten…

So, und nun, die letzten Wochen und Tage, wurde hier ein bißchen überlegt….

Und ich denke, ich habe die richtige Entscheidung getroffen:

Lesco und ich – wir beide werden keine Prüfungen mehr laufen – Lesco darf nach dem Höhepunkt unserer gemeinsamen Karriere (denn das war die WM für uns ganz bestimmt, wenngleich wir aber bestimmt schon mal bessere Prüfungen gelaufen sind) in seine mehr als wohlverdiente “Prüfungs-Pension” gehen.

Ich habe immer gesagt, daß ich mir wünsche, den richtigen Zeitpunkt zum “Aufhören” zu treffen und nicht zu lange zu warten, nur weil ich nicht “loslassen kann” -von dieser “Prüfungsrakete”, von diesem “Prüfungs-Garanten”

Ich wollte DEN Zeitpunkt erwischen, an dem Lesco noch gut läuft, und man dennoch weiß, daß irgendwann Schluß ist.

Ich möchte keinen “alten” Hund über eine Prüfung führen – wozu auch?? Lesco entgeht nichts – und auf dieses öde Absitzen- und -legen kann er schon seit mind. 5 Jahren verzichten:-))

Und ich denke, dieser Zeitpunkt ist nun da. Darauf haben mich u.a. auch die ersten grauen Härchen über seinen Augen gebracht…

Ich hatte zwar noch 2 Prüfungen für den Herbst gemeldet – aber auch die bereits abgesagt.

Es wäre vermessen zu glauben, wir könnten uns noch steigern, noch größere Ziele erreichen…welche denn wohl?

Ich denke wirklich, wir haben alles, aber auch wirklich alles erreicht, was man sich nur wünschen kann….was sich bestimmt jeder Hundeführer nur wünschen kann.

Wenn ich überlege, daß ich damals -ganz für mich- mit dem Buch von U. Wehner angefangen habe, Lesco zur Leine zu schicken…- noch ohne Pylos drumherum – das habe ich erst später kapiert, daß DIE eigentlich die Hauptsache sind und nicht die Leine:-))…

Und was ist draus geworden?

Es ist nicht meine Art, mir selber zu schmeicheln, aber niemand wird es mir hoffentlich verübeln, wenn ich aus lauter Stolz auf Lesco sage:

Er gehört(e) zu den ganz speziellen Ausnahmehunden…zu den besten Obedience-Hunden der “2ten” Stunde Deutschlands…und noch etwas mehr…

Ja, mein kleines Herzchen quillt tatsächlich fast über vor Stolz auf Lesco.

Denn ich muß denen Recht geben, die da sagen: zu einem guten Team gehören immer 2.

Und Lesco hatte alles, wirklich alles mitgebracht, was ein guter Turnierhund so braucht….alles, was nicht klappte oder nach Jahren noch schief/hopsig:-))) war – es war nur meine Schuld.

Lesco war und ist ein Traum. Einfach ein Traum.

Und weil ich gerade so sentimal angehaucht bin, habe ich mir sogar die Mühe gemacht, einige Zahlen zu jonglieren – für einen kleinen Überblick für die Ergebnisse eines Ausnahme-Hundes:

Lesco ist insgesamt 7 Saisons Prüfungen gelaufen (von 2004 – 2010)

Insgesamt 1mal die Beginner, 1mal die O1, einmal die O2 und 35 mal die Klasse 3.

Von den 35 Klasse 3-Starts erreichte er 1 x ein nb, 1 x ein GUT, 2 x ein SEHR GUT und 31 x ein Vorzüglich.

(ich muß gestehen, das nb und mind EIN SEHR GUT gehen davon alleine auf meine “blonde” Kappe:-) an die anderen beiden Nicht-Vs kann ich mich leider nicht mehr erinnern..)

Von den gesamten 35 Starts erzielten wir ein Durchschnittsergebnis von 275 Punkten (das nb war TEUER:-))

Zwischen dem Start in der Beginner-Klasse und dem ersten O3 Start lagen ganze 7,5 Monate, – das Training überhaupt für Obedience hatten wir wiederum ca ein halbes Jahr vor dem Start in der Beginner begonnen.

Es lag mal gerade ein knappes Jahr zwischen der Beginner-Prüfung und dem Sieg der dhv-DM in der Klasse 3.

Und die “großen” Prüfungen (wobei – sie nennen sich nur anders – sie sind ja nicht schwieriger:-))???:

Wir starteten 2 x auf der BSP – 2005 wurden wir dort 6ter (da war es – das olle GUT:-)), 2007 erreichten wir den 1ten Platz.

Wir starteten 3 x auf der dhv-DM: 2005 erster Platz, 2006 erster Platz, 2007 zweiter Platz (ich sage ja – wir liebten die dhv:-))

Wir starteten 2 x auf der VDH-DM: 2005 sechster Platz (da war es – das olle Sehr gut:-) und meine Schuld, ich dachte, Lesco wäre außerhalb der Box, war er aber nicht (ärgere mich noch heute:-)) – und 2010 erster Platz.

Wir starteten einmal, nein, wir starteten 2 mal !:-))auf der WM (nein, in einem Jahr – mußten nur 2mal “ran” – beide Male ein V – Gesamtrangliste 9ter Platz. (von 93 Startern)

Und Lesco hat dort gezeigt, daß er sich absolut mit den Besten messen kann und sich nicht verstecken muß – und das ist einfach nur schön…unser ganzer Fleiß, unsere Arbeit, Energie und Kampfeswille hat uns wirklich ganz, ganz weit gebracht.

….und so möchte ich die Prüfungen mit Lesco in Erinnerung behalten…

Und ich weiß eins – solange Lesco noch krauchen kann, solange er körperlich fit ist – solange werde ich diese Power, diese Kraft und diesen Druck spüren, den ich so an ihm liebe und der ihm so viele “Fans” einbrachte…..

Und ich habe gemerkt, daß diese Eigenschaften, dieser Arbeitswille, der Lesco so besonders macht, keine Selbstverständlichkeit ist…

Aber er hat es einfach mitgebracht……..

Was ich durch und mit Lesco erleben und erfahren und lernen durfte….ich werde mich bemühen, Lesco die schönste “Rente” zuteil werden zu lassen, die ich ihm bieten kann….

Was wahrscheinlich aber auch bestimmt für mich bedeutet, noch (hoffentlich)!!! mind. 7 Jahre mich von ihm “bedrängen” zu lassen…aber da stehen wir ja eh BEIDE drauf:-))

Und weiter unten habe ich mal ein paar Bildchen (quer durch den Garten) zusammen gestellt – alles Bilder, bei denen ich Lescos Power heute noch spüre und Bilder, die für MICH den besten (Obedience)-Hund der Welt zeigen.

Bist Du bereit????Ja, Lesco war IMMER UND ÜBERALL BEREIT!!!

Abrufen ….

Er bedrängt??? NIE – wir lieben uns doch nur so:-))

Die Pylo – Lescos 2t liebstes Kommando…:-))

Ok – “Shit” gibt es überall – auch im Obedience, armer Lesco!:-))

– aber davon bist Du ja jetzt auch befreit!!

Schnapp´ das Hölzchen und ab damit..:-))

Wieder das 2t liebste Kommando…

Und da war es – das ALLERLIEBSTE Kommando:-)))

(für Nicht-Wisser: es lautet LEINE – auch Box genannt:-))

So fing alles an …..Baby Border für Agility geholt….

Und so hört (nicht alles – aber) ein wichtiger Teil UNSERES gemeinsamen Lebens auf

….auf der Obedience-Weltmeisterschaft 2010.

Wir waren dabei! und verabschieden uns nun von der “Wettkampf-Arena-Obedience”

Siegerehrung am Freitag 25.06.2010,

Obedience-WM in Herning, (Dänemark)

Platz 7 von allen Startern am Freitag

Sonntag 27.06.2010 – Siegerehrung –

Platz 9 von allen 94 Startern der WM

Das deutsche WM-Team 2010 – es war schön mit Euch!!

24.06. – 27. 06.2010 Weltmeisterschaft

Obedience in Herning (Dänemark)

Für den Bericht über die WM in Dänemark gibt es gleich mehrere Kapitel:

  1. das Hungern hat sich gelohnt und die Fahrt beginnt:-)
  2. Lesco hüpft nicht mehr und Bianca ist darüber todtraurig – aber es bringt Punkte:-)
  3. es wird spannend -und Ute meint, ein bißchen “irre” bin ich schon:-)
  4. die Angst erreicht ihren Höhepunkt – gefolgt von absoluter Erleichterung…
  5. alles ist gut:-)
  6. Lesco, der Pechvogel – oder doch ein Wink des Schicksals???

1. das Hungern hat sich gelohnt und die Fahrt

beginnt:-)

Oh ja, meine Kleidung für die WM war mir ja nun doch zu klein – was tun??

Das einfachste schien mir, zu Hungern, was das Zeug hält und so begann ca 1 Woche vor der WM meine “Radikal-Diät” – morgens ein Frühstück – und das war´s.

Nach ca 2-3 Tagen hielt ich´s aber kaum noch aus – da erlaubte ich mir dann abends noch ein Stück Gurke und trocken Brot. Wenn man will, geht alles, gell?? aber ich sage Euch, es war verdammt hart!!

Am Dienstag, einen Tag vor der Abreise, die Kleidung nochmal anprobiert und ja – es hatte sich gelohnt!! Gut, normalerweise trage ich nicht “enganliegend” – aber es ging auf alle Fälle, ohne sich zu blamieren:-)

Mittwoch dann ging´s los – meine Freundin Ute, die sich wunderbarerweise “geopfert” hatte, mit mir zu kommen um mir “nervlichen Beistand” zu leisten, holte ich um 10 Uhr ab und los ging die Fahrt nach Dänemark, die auch ohne jede Panne über die Bühne lief. Versorgt waren wir mit “Care-Packeten”, die hier bei mir von lieben Freunden eingetroffen waren und vielen guten Wünschen!

Im Hotel angekommen, waren wir hocherfreut – es waren geräumige, nette Zimmer! Was wir in der kommenden Nacht erst feststellten – die Ohrstöpsel, die auf den Betten lagen, waren nicht als Witz gedacht – das Hotel lag an einer Straße, die durchaus befahren wurde und dahinter kamen gleich die Bahngleise:-) – aber egal, wir waren ja auch nicht da, um Urlaub zu machen:-)

Für Lesco gab´s auch gleich eine Aufgabe – sich an das Fahrstuhl-Fahren zu gewöhnen:-) – wir wohnten im 3ten Stock und der Fahrstuhl hielt immer sehr zügig an – die ersten Male “kauerte” Lesco eher als daß er stand – aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles:-)

Abends trafen wir den Rest des WM-Teams (Uschi, Annette, Sylvia, Isabelle(in Begleitung ihrer Freundin Sandra), Franz und Andrea) und unsere “Team-Betreuerin” Brigitte mit ihrer Freundin Heidrun im Hotel-Restaurant zur Besprechung des folgenden Tages und zum……:Essen!!

Da ich aber so guter Dinge war, daß dieses Abendessen mich nun nicht über Nacht aus den Klamotten hebeln würde, schlug auch ich zu….und mittendrin vergaß ich sogar, daß ich auf Diät bin – so lecker schmeckte mir alles!!

Es war ein netter erster Abend und Franz, der vorab schon die “Halle des Geschehens” besichtigt hatte, teilte uns mit, daß er eine nette Ecke für die Hundeboxen aufgetan hätte (leichtes Aufatmen bei mir)..

Am nächsten Morgen, nach zeitigem Aufstehen, ging´s ab zum Messecenter Herning, wo die WM Obedience in der Halle E stattfinden sollte.

Ich war überrascht – auf´s ANGENEHMSTE überrascht!! Hatte ich doch schon Berichte und Videos zu vorangegangenen WM gesehen und mit viel Enge, Gedränge und sonstigen Unannehmlichkeiten gerechnet, so war ich einfach nur baff!

Die Halle, der Ring – Gott, ich fand es wunderschön….die beleuchteten Eingänge, wo wir später ein- und aus-marschieren sollten und in´s Versteck verschwinden.., eine ruhige, abgetrennte Ecke für die Mannschaftstische und die Hunde – die Weitläufigkeit des ganzen Centers – wer vor Ort war, wird mir Recht geben – es war einfach nur KLASSE!!!

Gassigeh-Möglichkeit? -Super!!! Riesengroßes freies Feld – zum nur “Beinchen heben” etliche Grünflächen direkt zwischen den einzelnen Hallen – nein, wie wunderbar vom ersten Moment an!!

Um 12 Uhr dann hatten wir unsere Trainingsmöglichkeit – pro Team 6 min – wir 7 Mann(Frau) also 42 min.

Ich war mit Uschi und Andrea gemeinsam für 18 min in dem Ring – eine gute Entscheidung!

Ich ließ Lesco den Stehkegel, die Box und einmal das gerichtete Apportieren machen, – ein bißchen Distanzkontrolle und Gott sei Dank!! Metallapport.

Worauf sich das Gott sei Dank auf mich bezieht, nicht auf Lesco – das olle Apportel sprang nämlich gerne in die unmöglichsten Richtungen, – habe ich aber anschließend noch trainiert, das Werfen:-)

Rundum zufrieden mit mir, Lesco und der Welt ging ich aus diesem Probetraining..alles war gut….Angst hatte ich nur vor den englischen Anweisungen in der Fußarbeit.

Klar, eigentlich kein Problem – nur da in der Fußarbeit einige Rechts/Links-Wendungen mit sofort anschließendem Stop vorkamen und ich das nie zuvor geübt hatte, mußte ich vor allen an diesen Stellen doch noch zu lange überlegen, wie ich meine Füße setzte UND auf das englisch achten – schon viel verlangt von einem Blondi:-))

Abends ging es dann ab zum Gala-Diner, das auch sehr nett war – und ich etwas “overdressed” – ich hatte wohl das GALA zu wörtlich genommen:-))

Auch hier aß ich einen bescheidenen Teller:-)

2. Lesco hüpft nicht mehr und Bianca ist darüber

todtraurig – aber es bringt Punkte:-)

Am Freitag bin ich gar nicht erst zum Frühstück runter – sollte ich nicht heute auf einer WM starten???? Und sollten die Kleidungsstücke nicht noch gut passen??

Nein, es war schon die Aufregung, die mich hat von alleine “satt” werden lassen – morgens ein Schluck O-Saft, mit Lesco gehen, im Hotelzimmer sitzen, gedanklich schon einige Stunden weiter und auf Ute wartend, die (bestimmt ganz genüßlich:-)) ihr Frühstück zu sich nahm (nein, wie sie sagte, hätte ich ihr Brot “runter geschlungen”, um mich ja nicht davon abzuhalten, verdammt früh im Messecenter einzutreffen:-)

So war´s dann auch…

Sehr, sehr zeitig…ich glaube, kurz nach 7, trafen wir am Messecenter ein – erstmal wieder Gassi gehen und der am meist gesprochene Satz des Wochenendes: “Lesco, ein Häufchen machen”:-) (ich hoffe, Ute träumt nicht davon die nächsten Nächte:-)

Und dann ab in die Halle…warten, daß wir dran wären mit den gemeinsamen Übungen…und natürlich immer Dortmund, den “Ort des Grauens”:-) im Kopf, eine wahnsinnige Angst vor dem Absitzen..

Während ich da wartete und den anderen Startern zuguckte, traf auch schon meine Freundin Martina ein, die extra meinetwegen (nein, natürlich wegen Lesco:-)!) schon am Vorabend losgefahren war und sich ein Zimmer in Dänemark genommen hatte, damit sie auch frühzeitig da sein könnte.

Ich habe sie da aber nur von weitem gesehen, hingehen mochte ich nicht mehr – Anspannung zu groß…und Angst…und…

Dann kam er, der Moment – in dem wir aufgerufen wurden und zur Ablage gingen…und hinter den wunderschönen, beleuchteten Toren hinter die schwarzen Vorhänge verschwanden…

Um die Ablage hatte ich mir eigentlich nicht schlimme Gedanken gemacht – im Gegenteil, ich dachte, es kann nur von Vorteil sein, wenn Lesco vor dem Absitzen schon mal “Hallen-Atmosphäre” im Liegen “genießen” kann…und dennoch…die Zeit kam mir länger vor als irgendwann in einer Prüfung!

Aber es ging alles gut, Lesco soll eine Pfote bewegt haben – es gab 9 und 9,5 Punkte – wunderbar!

Dann rüber in den anderen Ring – zum gefürchteten Absitzen – Knie schlotterten (meine, Lesco habe ich nicht gefragt) -und dann kam er, der Augenblick des “leave your dog”….

Zack, letztes Kommando und weg vom Hund – oje, irgendwie war ich wohl recht zügig, ich merke, es kommt niemand mit, stocke…doch, die anderen kommen nach….und gehe geradewegs auf den Ausgang zum Versteck hinter der Tribüne zu…und verstehe überhaupt nicht, warum der Ringsteward so komisch guckt und rum gestikuliert! und mich zu sich rüber lotst!…ich denke noch, hm?? DA ist doch der Ausgang, warum soll ich in die andere Richtung gehen???

Bin ihm aber doch brav gefolgt -und irgendwann sagte er dann – “und JETZT Richtung Ausgang” – oh je – klar, man geht schon GERADE weg vom Hund, nicht???

Hätte ich eigentlich wissen müssen – bin ja schonmal eine  Prüfung gelaufen:-)) – aber die Nerven, die Nerven……!

2 min können auch verdammt lang sein -und sie WAREN lang…und wir gehen zurück…und??? ALLE Hunde sitzen – auch MEINER!!!!

Ihr könnt Euch meine Erleichterung und Freude nicht vorstellen – egal, wieviel Mühe Ihr Euch gebt!

Habe dann noch dem Ringsteward ein “Sorry” hin gehaucht – aber er schien es mir nicht übel genommen zu haben – er lächelte freundlich und verständnisvoll.

Und er muß die ganze Zeit so richtig fein gesessen haben – es gab nämlich 10 und 10 Punkte!! -(ach, Lesco, mein Goldjunge!)

Meine Güte, der erste Stein war gefallen – nun hieß es aber noch lange warten – ich war erst gegen Nachmittag mit den Einzelübungen dran….zugucken, Gassi gehen, zugucken, Gassi gehen -und verdammt viele Zigaretten rauchen….!

In der Zeit des Wartens waren vor mir vom deutschen Team Sylvia, Isabelle und Franz dran…..

Alle haben eine sehr schöne und souveräne Prüfung hingelegt…es waren für uns die Bewertungen insbesondere in der Fußarbeit zum großen Teil nicht nachvollziehbar, es wurden etliche Nullen gezeigt, die in unser aller Augen keine waren und man war schon ganz verwirrt, was denn nun wohl eigentlich gezeigt werden sollte..Sylvia fiel sogar dem “Nuller-Boom” zum Opfer, mit einer Fußarbeit, die für uns alle ganz sicher nie und nimmer eine Null war und ist.

Isabelle mit Nell lief eine wunderschöne Prüfung – so, wie für mich Obedience aussehen soll – mit vielen Ah und Oh-Momenten – mit Speed ud Druck und allem was dazu gehört.

Leider unterlief Nell bei der Übergabe des Metall Apportels ein Fehler -und dieser kleine Fehler macht bei solch einer Veranstaltung natürlich eine große Menge aus – ohne ihn wären die beiden nämlich sicher in´s Finale eingezogen – wo sie auch definitiv hingehörten aus meinem bescheidenen Blickwinkel – aber wäre, hätte, wenn….es sollte diesmal nicht sein – aber dennoch, eine großartige Vorstellung eines so sehr jungen Hundes – der ja noch viele Jahre vor sich hat und damit auch die Chance auf weitere WMs ohne kleinen Patzer:-) – Aber ein Zuschauer, der will genau sowas sehen….

Aber zurück zu unserer Prüfung, zu meinen Gedanken zur Fußarbeit…

Na, aber um die Fußarbeit habe ich mir eigentlich die wenigsten Sorgen gemacht – unsere Null hier war für mich schon fest eingerechnet, bei all dem Gehüpfe und Bedränge… – aber dennoch hatte ich davor keine Angst oder so…

Das sollte sich dann aber rächen!

Irgendwann am Nachmittag war sie also fällig – die Startnr. 43 – Bianca Hümöller und Lesco vom Bauernhof:-) aus Tyskland:-)

Angst vor der Fußarbeit?? nein, nicht gehabt! -Angst, die englischen Kommandos nicht so flott ausführen zu können wie gewöhnlich?? ja, ein bißchen..

Vor allem die “left-turn-stop” und “right-turn-stop” …einfach, weil ich die Halts nach den Wendungen nie früher geübt habe und noch zu sehr auf meine Füße achten mußte..

Aber nun denn – ab in Ring, erwartet von einem sehr freundlichen, netten Ringsteward.

“Are you ready”?? -nein, eigentlich nicht, denn meine Knie werden nun doch langsam weich – aber das kann man ja schlecht sagen – also ein Nicken und es geht los:”turn about stop” – “normal pace forward go”….und das Elend nahm seinen Lauf, ca 4 min lang – gefühlte 2 1/2 Stunden….

Was war passiert??

Irgendwie kann ich´s immer noch nicht glauben – an meiner Seite ging ein Hund (welcher nur ?- auf jeden Fall war er schwarz-weiß) und er ging, und es hüpfte nicht, er war beeindruckt, abgelenkt, ging stellenweise wie ein netter Obi-Hund brav an meiner Seite, dann war er wieder “weg” – so daß ich teilweise meine Left-Turns und Right-Turns hinauszögerte, weil ich dachte, biege ich JETZT ab, bekommt er´s gar nicht mit.

Teilweise war ein Abstand zwischen uns, der mich an die BH mit Soni erinnerte….

Nein, ich kann Euch sagen – es war die schlimmste, allerschlimmste Fußarbeit, die ich je mit Lesco erleben mußte…aber heulen?? wäre peinlich gewesen -und verdammt, irgendwann muß die Qual doch aufhören!!

Ja, auch die schrecklichsten Erlebnisse haben mal ein Ende – so auch dieses….klatschnaß geschwitzt und nervlich wirklich fix und fertig, hörten wir endlich  das noch nie so sehr herbei gesehnte “exercise finished” ….und ich mußte ja gar nicht gucken, die Null an der Seite des einen Richters schlug mir gleich in´s Auge….und mein Hirn dachte nur – ja, DIE Null ist echt verdient!

Als ich nach meinem Lauf hörte, daß ich für diese Fußarbeit noch 5 und 6 Punkte bekommen habe und es von draußen nicht sooo schrecklich aussah wie von mir gefühlt – na, nehmt´s mir nicht übel – so recht glauben kann ich´s immer noch nicht..

(und noch einige Stunden weiter dachte ich nur :”mist, wäre er doch nur gehüpft und gesprungen und sonstwas – zum einen hätte ich mich dann “sauwohl” gefühlt, zum anderen hätte Lesco mich damit nicht in das 2te “Angst-Erlebnis” hinein geführt…aber dazu später mehr..

Dann ging´s an das Abrufen mit Steh und Platz – nicht unsere “Vorzeige-Übung”, aber bis jetzt auch (fast) noch nie eine echte “Versager-Nummer”…

Auch hier hatte Lesco doch Schwierigkeiten aus dem Platz in Galopp zu fallen – es sah genau wie in Neumünster schon wie ein kleines, unbeholfenes Baby aus – aber er hat seinen Job gemacht, kein Aha-Effekt (wo auch:-)?? – aber Positionen immerhin eingenommen (ginge aber viel schneller) – 6 und 7,5 Punkte.

Jipi, mal was schönes!!! die Box wartet auf uns, Lesco!!

Das hat er wohl auch gedacht – denn es war echt richtig schön!!

Leider aber hat Lesco auf mein “Stop” ein kurzes Steh gezeigt, um sich dann zu legen – ging zwar recht zügig, aber dennoch zu merken, daß er vielleicht doch hätte STEHEN sollen, gell, Lesco, Du böser Hund:-)

Sonst alles schön – aber Strafe muß sein – und nicht zu knapp – 7 und 8 Punkte.

Gerichtetes Apportieren – jupp, auch schön!!! – Ehrlich?? da weiß ich wirklich nicht, was da gezogen wurde, schönes Tempo, schöne Aufnahme, schönes Vorsitzen, gute Abgabe – aber wir sind halt auf einer WM und es wird schon was gewesen sein – 8,5 und 8,5 Punkte.

Puh, den “Schreckens-Ring”:-) 1 haben wir also hinter uns gebracht, – ab in Ring 2…

Wieder nett empfangen von Wagn Johannsen, der als Ringsteward fungierte…und ab an´s 8er Quadrat – auch hier – das Phänomen – Lesco und die Fußarbeit – war wieder eher abgelenkt als “hüpfig” – aber noch tragbar, Positionen gut (wenn natürlich auch nicht kometen-gleich, wie man es bei vielen anderen Hunden sah, eingenommen, 8,5 und 9 Punkte.

Metallapport – schluck – dieses kleine Mistding – das so gut auf dem Boden hüpfen konnte – das sollte ich jetzt also über eine Hürde werden, die mir vorkam, als wäre sie für Doggen hochgestellt….

Und Lesco sollte das Teil auch noch holen – wo er´s ja eh so ätzend findet…. (im Nachhinein habe ich erfahren, daß die Hürde tatsächlich ca 5 cm höher war als üblich, also 65 cm)

Aber nein, auch wenn mein Gesicht sicher zur Fratze mutierte beim Wurf, in der Hoffnung, das Apportel würde sich einschüchtern lassen und dadurch nicht seitlich so weit weg kullern, Apportel war brav – und Lesco noch viel braver – nett, wenn auch nicht berauschend geholt, 7,5 und 8,5 Punkte.

Suchen – ei, war für unsere Verhältnisse völlig ok, 8 und 9 Punkte.

Distanzkontrolle, wir kommen!!! – ja, wieder so eine Lieblingsübung von uns – und außer dem kleinen, wahrscheinlich ca 3-4 cm kostenden Patzer vom Steh in´s Sitz alles wunderbar – 9 und 9,5 Punkte.

JIPI!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! -Geschafft!!!!!! wir hatten es wirklich geschafft – wir haben uns nicht blamiert, wir sind gut durch, und haben es gut hinter uns gebracht – Erleichterung machte sich sofort breit, trotz des üblen Nachgeschmacks der Fußarbeit – aber so what?? sie war grausig für mich, ich hatte es dennoch überlebt und müßte das ja nie wieder unter diesen Umständen zeigen……dachte ich………:-))

Dann hörte ich unser Ergebnis: 260,25 Punkte!!!! ein Vorzüglich auf einer WM, auf unserer ersten (und sicher auch letzten – leider) – ich dachte, ich flippe aus vor lauter Freude…. – hatte ich mich doch vor meinem Lauf noch erkundigt, ab wann man eine Prüfung überhaupt bestanden hat – nein, ich wußte es wirklich nicht …..

Es war mehr, mehr und so was von VIEL MEHR, als ich JE, JEMALS erwartet habe……. Für mich war das Leben wieder in Ordnung – leider (oder rückblickend Gott sei Dank) sollte es ja nicht so bleiben…..

3. es wird spannend -und Ute meint, ein bißchen

“irre” bin ich schon:-)

jo, am Abend dieses Freitags stand ich auf der Rangliste des Tages mit meinen 260,25 Punkten auf Platz 7!!

Was eine Freude, es war herrlich, nach vorne zu gehen und den Richtern die Hand zu reichen..wir hatten ein vorzügliches Ergebnis erzielt, eine ansehnliche Prüfung hingelegt und noch 2 schöne Tage in Herning vor uns..Herz, was willst Du mehr??

ja, doch – mein Herzchen, das an diesem Tag sicher um einige Jahre gealtert ist, hatte noch einen Wunsch – und zwar einen riesengroßen…!

Denn ich war auf dem 7 ten Platz gelandet von 49?(ich erinnere mich nicht mehr so genau) Startern…und ja, auch mir war bekannt, daß die besten 20 Starter am Sonntag nochmal in einem Finanllauf gegeneinander antreten müssten – eine komplette Prüfung, inclusive der Fußarbeit , und wenn ich EINS NICHT wollte – so war es genau das: nochmal das “GRAUEN” des Hundesports erleben.

Wenngleich ich mich immer wieder selbst beruhigte und auch in Ute eine felsenfest überzeugte Mitstreiterin hatte, die überzeugt davon war, daß es zum Finale nicht reichen würde – so war sie da – die Gefahr – rein rechnerisch..

Also, ein mulmiges Gefühl blieb…doch noch überwog eigentlich das Gefühl der Freude über unsere Prüfung (na, 9 Übungen einer Prüfung) und irgendwo sagte ich mir immer wieder: “hey, Bianca, bleib ruhig, es kommen noch über 40 Starter – und nicht irgendwelche, sondern schon WM-Starter! -da werden von über 40 doch locker mind. 14 dabei sein, die uns nicht “weghauen”, sondern in das Reich des Glücks und der Ruhe und der Sicherheit schubsen..

Abends waren wir dann essen, Pizza-Essen – und es war ein sehr, sehr netter Abend -wie eigentlich alle Momente auf dieser Veranstaltung.

Mich in scheinbarer Sicherheit wiegend, konnte ich sogar mit Appetit essen:-)

Dann kam er – der nächste Tag – und allen unseren deutschen Startern habe ich nicht nur natürlich viel Glück gewünscht – sondern noch mehr mindestens gedanklich die Aufgabe zugeteilt, mitzuhelfen, mich aus der Sackgasse zu holen:-)

Uschi ist es gelungen – sie hatte mit Bucky eine wahrhaft schöne Prüfung, all´ ihre Angstübungen, wie jeder von uns sie hat, klappten, es war eine herrliche Fußarbeit, die die beiden boten und sie wurden dafür auch mit hohen Punkten gerecht belohnt.

So hatte Uschi 262,75 Punkte erreicht und sich den Einzug in´s Finale gesichert -und mich schon mal einen Platz weiter weg davon geschoben.

Auch Anette lief eine schöne und souveräne Prüfung mit einer ebenso schönen Fußarbeit und weiteren herrlichen Übungen – auch dies wurde ein Vorzüglich, leider mit 3,75 Punkten unter meiner Punktzahl – also keine Hilfe von dieser Seite für mich:-))

(aber da sieht man mal, wie eng wir alle punkte mäßig zusammen lagen….Uschis, Anettes und mein Ergebnis gingen dann letztendlich auch in die Team-Bewertung ein)

Andrea hatte leider insofern Pech, daß auch ihre Hera (wie mein Lesco) doch sehr beeindruckt war von dem ganzen Drumherum (und vielleicht auch von der Nervosität? – ich könnte es mir vorstellen, denn ich hätte es verstanden, hätte Lesco mein Geruchshölzchen nicht gebracht, weil es so unangenehm riecht:-)

Nun denn, es kamen auch immer mehr und mehr bekannte Gesichter unter den Zuschauern – Freunde und Bekannte….

Ich hatte die glorreiche Idee, eine Strichliste zu führen,  – ein Strich für jedes bessere Ergebnis als meines…

Es mag jetzt wirklich Leser geben, die das partout nicht verstehen können…. – aber JEDER; JEDER, der schon mal eine Prüfung gelaufen ist und dessen Hund in einer Übung oder noch schlimmer, die ganze Prüfung , überhaupt nicht der war, wie man ihn kennt, wird mich vielleicht und wenn auch nur ansatzweise, verstehen können….. (glücklich sei der, der so was noch nie erlebt hat – küsse den Boden und sei dankbar!)

Hatte ich gehofft, ich komme drum herum??  Ja, aus vollem Herzen!!

Irgendwann im Laufe diesen Tages sagte Ute dann zu mir, daß sie aber auch durchaus die Menschen verstehen könnte, die, wenn sie mitbekämen, was ich da hoffe, mich für “irre” halten würden – sie wäre der Meinung, jeder, der an meiner Stelle wäre, würde sich doch wünschen, nun auch noch in´s Finale zu kommen..

Ok, was ist schon irre?? – und ja – wenn das halt irre ist – ich war´s – von der Haarspitze bis zur Fußsohle..

ICH wollte da nicht noch mal rauf – und der Grund hieß einzig und allein – die Fußarbeit.

Das befürchtete Absitzen und auch das Metall – das waren nur noch “Rand-Ängste” – Die Fußarbeit,  – das Grauen auf 6 Beinen…

Ich, die ich den Körperkontakt mit meinem Hund liebe – sollte noch mal rauf – noch mal meinen Hund neben mir gehen sehen??? nein, schier unmöglich für mich!

Der Tag verging – die Starter, sie kamen und gingen – und manch einer wurde auf unserer Liste lobenswerterweise mit einem Kreuzchen bedacht, anderen jammerte ich förmlich hinterher, weil sie super Prüfungen liefen, aber hier oder da einen schrecklichen, weil teuren Fehler hatten.

Oh Gott, nie habe ich zuvor so vielen Startern hintereinander weg die Daumen gedrückt…

Der Nachmittag kam – es fehlten noch 3 oder 4 Kreuzchen, dann wieder Hoffnungsschimmer, wieder ein Kreuzchen mehr…..aber noch nicht genug….

Ja, es war wirklich ein Thriller – denn dann kamen noch die läufigen Hündinnen – eine wie die andere super, super, gut!

Aber da ein Patzer, hier ein Fehler – kurzum:

Ich mußte tatsächlich bis zu der allerletzten Starterin warten (da stand ich noch auf Platz 20) – um zu wissen:

Ich bin im Finale!!! – mein Gesichtsausdruck, meine Körperspannung – alles fiel in sich zusammen…… -und da galoppierte sie schon auf mich zu  – die Fußarbeit, die ich nochmal zeigen sollte – und nein, nein, nein, doch nicht mehr zeigen wollte!!

Ich glaube, auch Ute dachte nur: “na klasse – DAS wird ja ein Abend, eine Nacht, ein Morgen…” -und sie hatte Recht – die sonst so souveräne Hundeführerin Bianca mutierte zu einem Bündel Angst…, das an nichts anderes mehr denken konnte…

Mit 260, 25 Punkten als 20te Starterin in´s Finale – das war doch schon wieder das Schicksal, das da am Werke war??

Anders kann ich mir das alles, was ich die letzten Wochen und Tage erlebt habe, nicht erklären….

4. die Angst erreicht ihren Höhepunkt – gefolgt

von absoluter Erleichterung…

nun, da ich wußte, ich müßte den nächsten Tag doch noch mal “ran” – verging mir alles andere sofort…der Appetit, das Hochgefühl..

Uschi und ich trainierten noch ein ganz klein wenig im Vorbereitungsring – unterstützt von Franz und Brigitte…und Brigitte hatte dann auch noch folgende Eselsbrücke für mich für die vermaledeiten Links- und Rechts-kehrt und Stop.

“Lesco – L – left turn stop – “da gehst Du also dahin, wo Dein Hund an der Seite ist…” :-)) Lacht nur!!!!! mir Blondchen hat´s tatsächlich irgendwie geholfen..:-))

Das Team wollte abends noch in ein Steakhouse einkehren, wovon Ute und ich uns allerdings entschuldigten – mir war so gar nicht nach essen, der seit Tagen andauernde Schlafmangel fiel auch immer mehr und mehr in´s Gewicht und packen wollten wir auch noch – wir hatten es von Anfang an geplant, nach Ende der WM sofort nach Hause zu fahren, – wann immer das Ende auch käme..

Also ab in´s Hotel, mich in den Sessel gesetzt -und: nein, nicht losgeheult – sondern einfach in mich gegangen, Ute mit endlosen “was wird wenn…Sätzen” genervt (Ute ist ja in Gold nicht aufzuwiegen) und Ute beim Packen zugeguckt..

Ute natürlich konnte auch noch essen:-)) – und als Ersatz für das entgangene Steak gab´s dann für sie “Sandwich a lá Hotel”:-))

Auch ich raffte mich dann auf – packen ist ja eh schon ein Graus…aber ich bewegte mich tatsächlich während des Packens, beim anschließenden Gassi-Gang und auch am nächsten Morgen wie “auf dem Gang zum Schafott” -sprich: ich SCHLICH nur noch, statt zu gehen…

Dann noch ein “Bitte-hilf” – Telefonat mit meiner Freundin Martina – aber selbst sie konnte mir in DIESER Situation nicht helfen…beruhigt werden konnte ich nicht mehr.

Auch für das Frühstück am nächsten Morgen hatte ich mich bereits entschuldigt – was soll ich noch essen, wenn ich doch 2 Stunden später sterbe?? :-))

Also morgens mit Lesco gegangen – nein, geschlichen….- und während Ute mal wieder ihr Frühstück genossen hat:-)) – hatte ich noch genug Zeit, im Hotelzimmer auf die allerschlimmsten Gedanken zu kommen…

– die Fußarbeit – mein sonstiges “Steckenpferd” (Punkte hin oder her – was sind Punkte gemessen an dem eigenen Gefühl???)

– Mensch, Bianca – auf der WM, wo etliche Hammer-Hunde so schon laufen – fischen die die 20 besten raus….geballte Energie, Faszination und Exaktheit -und darunter dann wir Wald- und Wiesen-Team…

– wahrscheinlich viel mehr Zuschauer – ja, danke schön, guckt nur hin, wie wir uns auf den Gang nach “I wish I were not here” machen..

– der Bus!– der Grönauer Bus, der einige viele Zuschauer mehr mit bringt, die uns kennen – darunter auch mein Bruder:-)) meine Güte -sie alle sollen zugucken??

….na, bis Ute dann kam, waren noch gar nicht alle Gedanken zu Ende gedacht – und etwas ist passiert, was ich noch NIE erlebt habe: mir ist schlecht geworden -und zwar wirklich soo schlecht, daß ich 2 mal in´s Bad gestürzt bin, weil ich dachte, ich müßte mich übergeben…..das Würgen war schon im Hals..:-((

Das einzige, das einzige, klitzekleine Trostpflasterchen war: die entscheidenden Menschen hatten mich auf Startplatz Nr 3 gesetzt…dh, meine Schreckensvorstellung, ich würde irgendwann nach zig Hammerläufen ran müssen, wurde ETWAS gemildert… – hatte ich doch schon gedacht, zig super Läufe, wahrscheinlich schon Platz 1-6 dabei -und dann: “Meine Damen und Herren – wir bitten um Aufmerksamkeit – hier kommen sie, Bianca und Lesco von Wald und Wiese…..na, übertrieben, aber Ihr wißt, was ich meine?!

Also wieder – ab zum Messecenter, (sehr früh wieder da gewesen) – wieder Gassi Gang – und rein – in die (Kampf)- Arena:-)

Dort SMS von meinem Bruder aus dem Grönauer Bus: “Bianca, wann startest Du, damit wir den Busfahrer antreiben können, wenn nötig”

Meine Antwort: “frage ihn lieber, ob er nicht besser umkehren möchte”:-) – sie kamen dann nachher auch tatsächlich zu spät – sie trafen ein, als ich gerade fertig war:-))

Gleich um 8 Uhr ging´s los….wir sahen noch den weißen Hund – und: heute war auch noch ein Kehrt-Stopp aus dem Laufschritt drin…jup, klar doch, kein Thema, bin ja bestens vorbereitet:-))

Wo ich schon froh bin, halbwegs vernünftig meine Füßchen im Laufschritt in den Winkeln zu setzen:-)

Und zack – ab in die Ablage – nein, in´s Absitzen…..diesmal mußten wir beim Absitzen durch die schönen beleuchteten Bögen hinter die schwarzen Vorhänge..

Es gab noch ein kleines Mißverständnis – uns wurde gesagt, die Prüfung würde in der ganz normalen Reihenfolge stattfinden — also Absitzen, dann Ablage.

Wir also alle bereit – da geht der Ringsteward zum 1ten Starter und sagt: “Command” ups? – aber der Starter hat gleich gesagt, es wäre doch das Absitzen dran – nach kurzer Rücksprache mit den Richtern war dann klar, ja – das Absitzen..

Ich also weiter mein “good sit, good sit” gesäuselt….. – last command -und ab hinter´n Vorhang….

2 min banges Warten…..Biancas Hirn wieder auf Hochtouren – was, wenn er sich JETZT legt?? (verübeln hätte ich es ihm gar nicht mal, auch Lesco war echt kaputt nach diesen Tagen – halt wie der Herr, so das Gescherr..)

Dann wäre das schon mal 0, dann die Fußarbeit….mein Gott, Ihr merkt selbst jetzt wohl beim Lesen, wie oft dieses Wort auftaucht, wie???

Was meint Ihr wohl, wie oft ich dieses Wort in Herning durch den Kopf habe zischen lassen??

Aber nein – wir durften zurück -und Goldjunge Lesco?? saß da einfach so rum:-))) da wir heute von allen 4 Richtern gerichtet wurden, gab es auch 4 Noten (wobei die schlechteste und die beste für das Endergebnis gestrichen wurden, und nur die beiden mittleren zählten) : 9, 9,5, 9 und 9 Punkte.

Ablage – gleiches Spiel – als ich zurückkam, lag Lesco sowas von (mir fehlt das richtige Wort..)..war es entspannt? erschöpft? -auf jeden Fall sehr bequem mit Kopf auf Boden (nein, so trainieren wir nicht) – und ich dachte, na!, ob der mal gleich hochkommt? Kam er aber -und für seine super-bequeme Stellung sogar richtig fein zackig! 8, 9, 9,5 und 8 Punkte.

So, ich hatte ja jetzt noch den Ringaufbau und 2 Starter zwischen meinem “Golden-Goal-Auftritt”:-) – was tun??

Raus aus der Halle, ab in die Gänge zwischen den Hallen und: Laufschritt marsch und Kehrt /Stopp!:-)) Nach 4  Versuchen wußte ich wenigstens, daß ich mit Rechtskehrt/Stopp mehr Chancen hätte, daß Lesco nicht einen m vor mir sitzt:-))

..und daß, wo es in meinem Kopf seit mind. 4 Jahren nur noch Linkskehrts gibt…

Rein in die Halle -und Gott sei Dank – da war sie wieder: Brigitte, unsere Team-Chefin….meine Güte, was muß sie für Nerven haben, daß sie soo ruhig, soo gelassen mit allen Varianten der Nervosität so souverän umgehen kann…!

Wie auch schon bei unserem Lauf am Freitag und eben bei jedem Lauf unserer deutschen Teammitglieder war sie da für uns….und ich mußte mir bei jedem Satz sagen lassen, den ich mit ABER oder WENN anfing – “nein, Du lächtelst jetzt Deinen Hund an, der kann das, der macht das und braucht Dich jetzt nur mit guten Nerven”

Für mich war Brigitte eine ungeheure Hilfe – und hat mir ein Gefühl gegeben, daß ich eben nicht ALLEIN auf dieser Welt bin:-))

Und dann war er da wieder – der Aufruf meiner Startnr….und ab in den Ring.

Are you ready?? (Kreisch……nein…..noch weniger als freitag …..aber wieder darf man die Wahrheit nicht sagen:-)) – also ein ganz tapferes Nicken und schon geht´s los:

Left turn! —Right turn” – Normal pace forward go!…..und so sind wir los……mit weichen Knien und dennoch der Hoffnung, daß es vielleicht, weil der liebe Gott doch ein Einsehen hat und weiß, daß ich nicht nur schlecht bin, daß es also vielleicht ein wenig anders, ein wenig besser läuft als am Freitag. Und um starken Kampfgeist bittend, sollte es nicht so sein und man 4 min auf dem Präsentierteller herumstirbt…

Was soll ich sagen??? Es lief besser!!! nein, es war immer noch nicht der Lesco wie wir ihn kennen und ICH ihn liebe – aber er war weitaus nicht mehr soo beeindruckt, nicht so richtig weg, mußte dann noch 2 mal kräfig niesen (und wie kräftig!) – und sogar ein leichtes Hüpfen war manchmal da…..ja, ja….ja….hüpf doch nur, hüpf doch nur!!!:-)) jeder Hüpfer mehr war für mich ein Befreiungsschlag mehr – nochmal:

Was sind Punkte im Gegensatz zum eigenen Gefühl??? nichts…..!

sogar unsere “about turn stop” aus dem Laufschritt haben wir einigermaßen galant hinbekommen!

Und die leichte Hintergrundmusik tat wohl ihr übriges – ich fühlte mich phasenweise schon wieder fast richtig wohl beim Laufen! (Wenn sogar auf der WM Musik im Hintergrund läuft – warum bloß nicht auf den “normalen” Prüfungen??? ich hätte nichts dagegen….muß ja nicht gleich “we are the champions” sein – ” the winner takes it all – the looser´s standig small” kann´s ja auch gern sein:-)) – Hauptsache ein bißchen Musik..)

also vom Gefühl her war die Fußarbeit mind. 60 % besser – von den Punkten: 6,5, 7, 6 und 6,5 Punkte – (NA, LEUTE – JETZT GEBT ES MAL ZU – WER VON EUCH HÄTTE ES GEDACHT???:-)))

Das 8er Quadrat war vom Gefühl her ähnlich wie am Freitag – nur die Punkte wurden weniger: 8, 7,5, 8,5 und 8,5 Punkte.

Abrufen mit Steh und Platz – also, ich fand´s jetzt wirklich nicht besser als am Freitag – aber hier gab´s mehr Punkte: 8, 8, 8,5 und 8 Punkte.

Box, wir kommen wieder:-))!!! – ohne Worte, diesmal für MICH ohne Makel, Tempo für MICH und Lescos Verhältnisse wunderschön: 9, 8,5, 9 und 9 Punkte.

Gerichtetes Apportieren: für mich genauso schön wie am Freitag – ähnliche Punkte: 8,5, 9, 8,5 und 8 Punkte

Metallapport: Apportel hat wieder mitgemacht, Lesco auch! : 8, 8, 8,5 und 8,5 Punkte.

Suchen: tja, wahrscheinlich hätte ich mir Null gegeben, weil ich auch dachte, er hat das Falsche hoch, um dann das Richtige zu nehmen – aber das Verhältnis stand 3:1, es war wohl beide Male das Richtige…, aber halt Patzer: 6, 0, 6 und 5 Punkte.

Distanzkontrolle, wo bist Du?? – wir sind bereit! gleicher Fehler wie am Freitag – vom Steh in´s Sitz ca 4 cm verloren (wie gut, wir haben wieder was zu tun): 9, 8, 9 und 8,5 Punkte.

Gesamt: 258 Punkte, 9 ter Platz der Gesamtrangliste von 94 Startern

mein Bruder ist nicht der geborene Fotograf – aber könnt Ihr mich erkennen? :-))

5. alles ist gut:-)

Könnt Ihr Euch wohl vorstellen, wie ich aus dem Ring wieder raus kam??? und gleich in Brigitte Arme stürzte?? ja, könnt Ihr?? dann muß ich ja dazu nichts mehr schreiben….

Die Welt drehte sich weiter, ich war noch am Leben, mein großartiger Hund auch – und dazu war ich einfach nur: GLÜCKLICH!

Auch Uschi, die aber erst um einiges später dran war, lief eine hervorragende Prüfung! mit vorzüglichen Wertnoten punktete sie fast überall, aber dann kam der Moment, den jeder fürchtet: Bucky hatte einen Patzer an der Box, der zu einer verdammt teuren Null führte..ohne diesen Nuller wäre sie ganz weit vorne gelandet…

Ja, dieses Wäre, Hätte, Wenn – es begleitet uns ja ständig…

Wir konnten an diesem Sonntag noch verdammt klasse Vorführungen sehen, und sind wir doch mal ehrlich:

Die da ganz oben auf dem Treppchen standen – allesamt Finnen dies Jahr-  die gehören da auch echt hin!

und ganz viele Hunde, die im Platz noch weiterrutschen, weil sie sich aus vollstem Lauf hinschmeissen – jo, das sind schon Anblicke, da geht einem echt das Herz auf.

Soo war Lesco noch nie -und jetzt schon mal gar nicht mehr…immer noch einige Übungen sicher toll anzusehen, aber dieser Speed, bei gleichzeitiger Präzision – wow, es war einfach schön, diese Hunde mal live zu sehen!!

Aber natürlich – Lesco war, ist und wird es immer bleiben – mein Goody, Goody, Boy!!

Auf dies Bild bestand mein Bruder – Lesco als Vertreter von Lübeck, Schleswig-Holstein und somit auch Deutschland!:-)

Ich bin so wunderbar stolz auf diesen Hund, daß der Gedanke daran, daß ein Hund meist nicht so alt wird, wie man selbst, bei mir ein kräftiges Schlucken bewirkt..

An dieser Stelle möchte ich mich bedanken:

Allen voran bei Brigitte,  – ich kann mir keine bessere Team-Chefin vorstellen -mit ihrer immer ruhigen, gelassenen Art, einer Geduld, wenn es darum geht, “abgedrehte” Obedience´ler wieder auf den Boden zurückzuholen oder zu beruhigen – ich fühlte mich wirklich auf´s Beste aufgehoben!

Das gleiche gilt für Heidrun, die eine genauso herzliche und freundliche und ruhige Art wie Brigitte hat und mir im Übungsring so gut geholfen hat und beim Probewerfen des Metalls und bei einigen anderen Dingen!

Bei Franz, der nicht nur mit seinen “10 points for Germany” Mut und Zuversicht während der Prüfung reinbrachte, sondern der mir auch mit dem Satz geholfen hat:

” Das war jetzt Dein WM-Lauf – das Finale mußt Du nur als Zugabe bzw “Training” sehen – unter den ersten 20 bist Du – das kann Dir keiner nehmen!”

Bei Isabelle, für das schöne Halsband und die Leine – (alles in Schwarz/Rot/Gold) und selbstgemacht!!

Bei Martina, die den weiten Weg incl Übernachtung nicht gescheut hat, um uns zu “unterstützen” und anzufeuern! und mich später dann am Telefon so fein seelsorgerisch betreute.

Bei Sandra, die ebenso zur Stelle war, als mein Herzchen schwer wurde…

Bei Christa und Sandra für die “Überlebens-Pakete”…:-))

Und natürlich bei Ute, die 5!!! Tage ihres Urlaubs geopfert hat, um mich zu begleiten und den “Thriller Obdience WM 2010” mit mir durchzustehen!!

Und bei allen, die in Gedanken und persönlich bei mir waren, die mir gute Wünsche auf den Weg gegeben haben und mir die Daumen gedrückt haben – Euch allen sage ich

DANKE!!!!!DANKE!!!DANKE!!!!

Dem WM-Team wünsche ich weiterhin alles Gute und viel Spaß im Hundesport – den einen oder anderen werde ich ja sicher früher oder später wiedersehen – es war eine nette, aufregende Zeit mit Euch!!!

6. Lesco, der Pechvogel – oder doch ein Wink

des Schicksals???

Nach der Siegerehrung ging es geradeweg ab nach Hause – und Ute, Lesco und ich freuten uns wirklich sehr darauf!!

Anstrengende, wenn auch spannende und ereignisreiche Tage lagen hinter uns – mit viel zu wenig Schlaf und mit einer Menge Aufregung und Streß.

Wann immer wir an unser Auto kamen – Lesco wollte nur noch rein:-))

Gegen 20 Uhr landeten wir in Lübeck -und ca 2 Stunden später fiel ich in Tiefschlaf….und habe geschlafen bis 9 Uhr 30 den nächsten Tag….es tat auch not..

Nach einem geruhsamen Tagesbeginn wollten wir den Jungs was Gutes tun – ab an die Trave, zum Baden..

Und sie haben es sehr genossen…..und wir auch – bis wir nach Hause kamen….die Flur-Fliesen voller Blut-Tapsen und richtig, wenn so was bei uns passiert, gehen Svens und meine Augen sofort nur zu einem Hund: Lesco!

Es war wir immer – wir hatten uns nicht geirrt, – Lesco hatte sich einen Pfotenballen aufgeschnitten – für uns sah es nicht so furchtbar schlimm aus, also nur gespült, Creme drauf und Socke rüber.

Leider “sapschte” der Socken immer wieder durch – so daß ich nachmittags doch noch zum Tierarzt fuhr.

Der meinte, die Stelle sei zu kurz, um sie zu nähen – er hat sie “verklebt” und einen festen Verband drauf gemacht -und Lesco mal wieder Leinenzwang und viel Ruhe verordnet.

Und das bei diesem Badewetter und mit der anstehenden Bundessiegerprüfung kommendes Wochenende, bunter Abend, Hotel – alles gebucht….

Und ich frage mich jetzt:

Hat Lesco nur einfach mal wieder das Pech angezogen oder steckt mehr dahinter??

Spätestens seit der WM (aber auch schon viel früher) glaube ich an Schicksal…..

Eine umfassende Blutuntersuchung steht diese Tage ja eh noch an – wegen Lescos rascher Ermüdung bzw Überhitzung bei großer Wärme…bis jetzt ging alles gut, es war nichts weiter zu bemerken – aber die Temperaturen, sie klettern derzeit in´s Unermeßliche..und für´s Wochenende das gleiche ….

Als der Arzt fragte, wann Lesco denn starten würde, sagte ich, auf das Probetraining am Freitag könnte ich verzichten – starten müßte er am Sonntag…

Da meinte er, den Freitag würde er auf jeden Fall weg lassen…

Morgen muß Sven mit Lesco nochmal zum Verbandswechsel (ich muß ja leider wieder arbeiten) – da hören wir hoffentlich schon wieder mehr…

Oder doch Schicksal?? das uns jetzt sagt, es wäre gut, Schluß zu machen??

Oder nur vorläufig Schluß???

Herrje, schwieriger als der Hundesport an sich sind ja bald die Entscheidungen, die man so “nebenher” treffen muß….

Nun, wir werden hören, was der Tierarzt uns sagt…….

01. / 02. 05.2010 –

kleiner Nach-Schlag zur VDH-DM …

Na, meinen Bericht über unseren Auftritt bei der VDH-DM könnt Ihr einen Artikel weiter unten lesen….aber mir geistert schon noch was im Kopf rum, und habe mich nun doch entschlossen, dieses mal hier zu schreiben…nicht weil ich ein böser Mensch bin – sondern weil es mir so “im Kopfe rumgeistert”:-))

Vielleicht habe ich ja auch alles falsch gesehen, falsch gehört, falsch wahrgenommen….dann bitte, sei mir verziehn – aber alles, was ich hier schreibe, ist eh ganz subjektiv!

Das Wort “sportlich” bzw “unsportlich” – man liest es so häufig und ein “sportliches Verhalten” wird ja doch oft erwähnt, gelobt und erwünscht..

Nun kann man ja auch bestimmt streiten – (will ich natürlich nicht!) – aber für mich gehört zu einem sportlichen Verhalten auf jeden Fall auch dazu, daß , wenn man an einer Veranstaltung teilnimmt, es auch wirklich von Anfang bis Ende tun sollte – und nicht nur anwesend ist, wenn man selbst oder Freunde laufen…

Was ich damit sagen möchte – ich fand es schon recht auffällig, wie wenig Zuschauer am Samstag spät nachmittag überhaupt noch vor Ort waren… – gut, Zuschauer – sie kommen und gehen wie sie möchten und man freut sich, wenn sich überhaupt welche einfinden:-)) – auch auf dieser DM hielt sich die Zuschauerzahl schon in engen Grenzen:-)) – ob es wirklich an der Sportart liegt?

Aber daß die Sportler zum großen Teil auch die Veranstaltung verlassen, bevor der/die letzte gelaufen ist – ganz ehrlich – das finde ich nun nicht gerade “sportlich”..

Zum Abschluß des Samstags wurde ja der Ring nochmal umgebaut für die Starterin der Deutschen Jugendmeisterschaft in der Klasse 2 – und ich fand schon, diese schöne Vorführung hätte wirklich mehr Publikum verdient, als das, was da noch so rum saß…

Vielleicht erleben wir ja noch den Tag – wo am Schluß eines solchen Tages nur noch der letzte Starter mit den Ringstewards und den Richtern  auf dem Prüfungsgelände zu finden ist?:-))

Klar, die eigenen Hunde müssen zwischendurch versorgt werden – man muß sich selber versorgen – das Wetter war samstag nicht gerade sehr gemütlich (viele Starter saßen in ihren Autos, um dem Regen zu entrinnen und dennoch gucken zu können) – aber dennoch – die letzte Stunde der Veranstaltung am samstag gab mir schon zu denken – wurde nicht früher häufig mal gesagt, im Obedience sei es noch wie in einer “großen Familie”?

Ich hatte es ja wirklich immer soo verstanden – daß man, wenn man sich für solch eine Veranstalung meldet – sie von Prüfungsbeginn bis -Ende läuft – und daß man da dann auch dabei ist, war für mich eigentlich immer selbstverständlich…

Aber wie gesagt, vielleicht sehe ich das auch sehr “antiquiert”….und ich will hier auch ganz sicher nicht be/verurteilen – sondern nur mal zum Nachdenken anregen…

Als ich noch Agi gelaufen bin, fand ich´s auch immer gräßlich, daß, wenn man zuletzt gestartet ist, schon die surrenden Reißverschlüsse der Zelte hörte..

Ob es wirklich auf diese letzte halbe Stunde ankommt, wenn man doch eh den ganzen Tag für den Sport verplant hat???…..

Und gestern stand hier noch mehr zu lesen – was ich aber wieder gelöscht habe….einfach um manchen Dingen nicht zu viel Gewicht zu geben und weil ich für mich erkennen mußte, daß es halt so ist, wie es ist:

Man muß manchmal auch Dinge hören, die man eigentlich nicht hören möchte….

Und daß man sich über jeden “ehrlichen Freund” freuen sollte wie nix gutes.., denn es gibt sie nicht zuhauf:-))

01./ 02.05.2010 VDH-DM in Sandstedt bei

den Weser-Ems-Hoppers

So, wir sind wieder einigermaßen “angekommen”:-)

Eins weiß ich so oder so – nie wieder werde ich eine “Auswärts-Veranstaltung” über´s Wochenende besuchen, OHNE daß ich mindestens den nächsten Tag frei habe:-)), ich war nämlich FIX und FERTIG!! Und während Lesco sich den ganzen Tag im Körbchen aalen konnte – mußte ich 10 Stunden hoffen, daß ich den Tag ohne großen Patzer überstehe:-))

Aber nun – hier also mein Bericht über das vergangene Wochenende…

Es ging genauso los, wie ich es echt nicht liebe… – mit Streß.

Da ich am Freitag noch einen Arzttermin hatte, konnte ich erst relativ spät los. Mein Sportsfreund Jan und ich hatten verabredet, daß wir unsere jeweils 5 Minuten Vorbereitungstraining auf dem Prüfungsplatz zusammenlegen wollten – also wir beide gleichzeitig auf den Platz und also 10 min Zeit, unsere Hunde zu “bespaßen”.

Das war schon mal gut – und da Jan wußte, daß ich erst später eintreffen würde, hat er sich um eine möglichst späte Trainingszeit bemüht – das hat auch geklappt, wir waren 17 Uhr30 dran.

Nur irgendwie hatte ich ja gehofft, wir wären ganz am Schluß dran – so gegen 18 Uhr.. und da die Strecke ja nicht gerade dafür geeignet ist, auf “die Tube zu drücken”, wurde ich doch etwas nervös.

Aber wieder mal zuviele Gedanken um nix – ich habe es sogar geschafft, vorher noch mein Hotel (das ganz große Klasse war) aufzusuchen, den Schlüssel in Empfang zu nehmen und war dann pünktlich mit einem nochmal Gassi-geführtem Lesco bereit, unser Probe-Training zu absolvieren.

Normalerweise nutze ich das ja immer nur, um nochmal einen Ball zu werfen, vielleicht den Hund nochmal abzurufen, in die Bos zu schicken und das war´s..

Als ich aber aufgeklärt wurde, daß zur Prüfung zwar ganz viele verschiedene Metall-Apportel zur Verfügung stünden, aber nicht unser “geliebtes” (na, sagen wir mal besser: das von Lesco am wenigsten gehasste) “WM-Apportel; da wurde mir ein wenig warm um´s Herzchen (Lesco findet Metall ECHT SCHEISSE).

Aber ein anderes war da – welches von dem Steg-Durchmesser “unserem” recht nahe kam.

Gegen alle Vorsätze also das auch noch mal über die Hürde geschmissen – und siehe da – Lesco hat´s gebracht:-)) – ok, Wärme um´s Herzchen ließ ETWAS nach:-))

Nach unserem Training haben dann die 2 Schlauen (Jan und ich:-))) auch gesehen, daß ein Plan genau aussagte, was wie wann wo in welche Richtung verlangt würde – na ja, das hat mich nun nicht tangiert (Jan auch nicht) – weil ich ja sonst auch nicht ein Probetraining vor der Prüfung absolviere…. und wie nun was rum passiert – ist ja auch eigentlich ziemlich egal.

Gegen 19 Uhr fand dann die Auslosung der Startnummern statt – ich hatte die Startnr 32, was bedeutete, daß ich am samstag gegen mittag mit den Einzelübungen und am Sonntag vormittag mit den gemeinsamen Übungen dran war.

Das fand ich schon mal ganz gut.

Jo, und samstag mittag, nach einer überraschend gut durchschlafenen Nacht, ging´s dann auf den Platz…

Richter waren Uwe Wehner und Karl Weber – Ringstewards waren Gina Burmester und Suzann Poehling.

An dieser Stelle mal an Danke an diese 4 Menschen, die sich einen ganzen Tag lang auf dem Platz, bei Wind und Wetter aufhalten, um es UNS zu ermöglichen, unseren Sport auszuleben und sich miteinander zu messen – ich bewundere immer wieder den Einsatz – und zudem immer noch bei guter Laune und mit einem Lächeln auf den Lippen!

Ich weiß nicht, ob es die Nähe zum Wasser war – der schöne Deich, der auf das Prüfungsgelände guckte – oder doch die Banane, die Lesco zum Frühstück bekommen hat – Lesco war verdammt GUT drauf.

Das meine ich jetzt nicht in Bezug auf die späteren Leistungen oder Nicht-Leistungen – sondern in Bezug auf die Fußarbeit.

Und gut drauf bedeutet bei Lesco: eng, enger, am engsten – und VOLLER Anspannung.

Und zwar so viel Anspannung, daß er mich unterwegs 2mal “anbrummte” -Gott sei Dank war das Brummen sicher nur für mich hörbar – es war ganz leise, aber sehr tief und voller unterdrückter Kraft:-))

Natürlich (warum eigentlich:-))?? hat´s den Richtern nicht gefallen – aber sie hatten doch noch 5 und 6 Punkte für uns über….

Enttäuscht bin ich darüber natürlich überhaupt nicht – es ist nun mal unsere “Schwachstelle” (jedenfalls von der Anforderung und der folgenden Punktevergebung her) – aber Ihr wißt ja – ich liebe Lesco – und auch und vor allem ENG:-))

Das Quadrat folgte (seltsamerweise sieht da auch Lescos Fußarbeit gleich immer anders aus:-)) – Lesco hat alle 3 Positionen fein ausgeführt (besser geht immer) -es gab 2 mal 8,5 Punkte dafür.

Abrufen mit Steh und Platz – ich fand´s nicht besonders schön – für das Tempo, das Lesco gezeigt hat, hätte er die Positionen echt schneller ausführen können – es gab wieder 2 mal 8,5 Punkte.

Die Box! – jo, die fand ich schon schön… – allerdings hatte ich wohl mein Kommando zum Stoppen in der Box recht spät gegeben – Lesco liegt, ich höre von irgendwo am Rand ein lautes “Scheiße” – und dachte nur – Mist, er ist draußen!

Aber nein – er war noch drin – knapp, aber drin:-)) – es gab 2 mal 9 Punkte.

Knapp – echt knapp:-))!

Gerichtetes Apportieren – fand ich ziemlich schön – es gab nur eine kleine Meinungsverschiedenheit bei der Übergabe.

ICH hatte immer gedacht, der Hund soll es ausgeben, wenn ich AUS sage – Lesco hatte es anders in Erinnerung:-)) – ich mußte aber kein Doppelkommando geben – nur fester ziehen:-)) – es gab einmal 8 und einmal 8,5 Punkte.

Metallapport – ups, da war es ja doch – unser WM-Apportel:-)) -aber nach kleiner Beratung mit Jan vor der Prüfung hatte ich mich doch für das vom Vortag entschieden – es war wohl eine gute Entscheidung – Lesco hat´s gebracht -und DAS hält er auch nicht länger als nötig fest:-) – 2 mal 8 Punkte.

Suchen – ei, fand ich schon schön! – Lesco galoppiert hin – schnappt ein Holz und kommt zurück. (das sieht ja oft so aus auf Prüfungen – und ich denke immer , das kann doch nicht das richtige sein – war es aber wieder) – 2 mal 9 Punkte.

Distanzkontrolle – hm, unsere so schöne Übung – da hat Lesco diesmal beim Wechsel vom Steh in´s Sitz “geschlampt” – die Hinterfüßchen bewegt – es gab einmal 9, einmal 9,5 Punkte.

Am Abschluß des ersten Tages hatten wir ein Zwischenergebnis für die Einzelübungen von 224,75 Punkten – und standen damit auf dem vorläufigen 3ten Platz hinter Isabelle Becker und Anette Weber, die mit ihren Hunden wahrlich herrliche Vorführungen geboten hatten -und nicht nur die – es gab so RICHTIG schöne Vorführungen mit Speed und Kraft und Tempo – leider halt manchmal mit ein bißchen Pech, wie das so ist bei einer Prüfung.. -und wir wissen ja – die 10 und die 0 – sie liegen so verdammt eng beieinander…

Am 2ten Tag ging es also morgens in die gemeinsamen Übungen…zitter, bibber….. 2 Prüfungen zuvor hatte sich ja Lesco schonmal hingelegt beim Sitzen…

Und ehrlich?? als es aus dem Versteck ging nach dem Absitzen – ich mochte kaum zu meinem Hund gucken …. – aber er saß -und wie er wohl saß! – denn es gab dafür 2mal 10 Punkte.

Puh, inneres Aufatmen – aber GANZ doll!!!

Bei der Ablage wird Lesco seinen Po bestimmt mal umgebettet haben – es gab 2 mal 9,5 Punkte.

Wir sind vom Platz – und ja, ich war zufrieden mit mir, mit der Welt und mit Lesco -sicher nicht mit allen Übungen – aber wer hat das nicht?:-))

Danach konnte ich den ganzen weitern Tag doch herrlich entspannt genießen und gucken -und gab wieder eine Menge zu gucken -und wieder wirklich großartige Leistungen.

Erwähnen möchte ich hier als ein Team von vielen anderen zB Anette Weidemann mit ihrer Mixhündin Lucy, die mir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist – zum einen ein Hund, der weder an die “Arbeitshunde” wie Border und Mali erinnert, aber eine solch Hammer-Prüfung hingelegt haben, daß man nur begeistert sein konnte! Hut ab – und zwar ganz tief!

Oh, ich könnte hier mindestens 10 Teams aufzählen, die für mich einfach grandios waren..sicher findet man diese auch unter den ersten Platzierungen, aber auch einige Teams, die weiter hinter liegen in der Ergebnisliste – einfach nur, weil sie EINMAL Pech hatten – aber wie gesagt, Freud und Leid:-((

Irgendwann kam jemand und sagte: “weißt Du, wo Du stehst? auf Platz 1”

Nee, glauben konnte ich es nicht so recht – ist es nicht so, daß, wenn man auf Platz 3 steht, es höchstens noch runter geht statt rauf?

Aber doch – es war so -und hat sich nicht mehr geändert…obwohl gegen Schluß auch noch mal (wie die ganze Veranstaltung über) richtige Hammer-Vorführungen dargeboten wurden.

Knapp, knapp – so liegen auch die ersten 3 Plätze verteilt – mein Vorsprung zu der Zweitplatzierten ist mal gerade 0,5 Punkte, zur Drittplazierten 0,75 Punkte… das sagt ja wohl doch alles aus….

Lesco und ich sind damit also VDH-Deutscher Meister 2010 geworden – mit 273,75 Punkten und einem Vorzüglich.

Und da Lescos Registerpapiere seit einigen Wochen bzw dem Beschluß der FCI ausreichen, um an der WM in Dänemark teilzunehmen -und die DM hierfür gleichzeitig die Quali war – ja, so kann man sagen:

Wir dürfen zur WM!

Ob das gut oder nicht so gut ist – werdet Ihr hier Ende Juni lesen:-))

Zum Schluß möchte ich mich noch bedanken – ja, natürlich, als erstes bei meinem wunderbaren Hund – der mir erst die Möglichkeit gibt, diese Seiten mit solch wunderbaren Ergebnissen zu füllen.

Lesco wird für mich IMMER DER Ausnahmehund sein und bleiben……..!

Und ein großes Danke geht natürlich auch an meinen Mann, der es mir erst ermöglicht, meinem Sport-Hobby so oft und fleißig zu frönen:-)) -und der sich, bin ich nur mit einem Hund unterwegs, so wahnsinnig lieb um die “Daheimgebliebenen” kümmert! (die Jungs, die zu Hause bleiben, haben sicher immer das schönere Wochenende!)

Aber vielen, vielen Dank geht auch an Martina, die sich aufgemacht hatte, uns moralisch zu unterstützen UND die herrlichsten Bilder von uns zu schießen – und wer die Strecke Lübeck-Bremen kennt, weiß, was sie auf sich genommen hat!!:-))

Wie immer ein Danke an Christa – die wieder mal an das leibliche Wohl für Lesco gedacht und für es gesorgt hat:-))

Und schön war´s – das Gequatsche und Geklöne am Zaun!!!

Doch, es war ein wirklich nettes, schönes Wochenende – klar, hängt zum einen mit dem Ergebnis zusammen – zum anderen aber ganz sicher auch mit den Menschen, mit denen man da so zusammen war!

Jetzt gucken wir also erstmal nach vorne – am kommenden Wochenende darf Lesco mal eine Halle von innen sehen – nämlich die Dortmunder Westfalenhalle, in der die Hunde des WM-Teams ein “Training unter WM-ähnlichen Bedingungen” absolvieren dürfen (voll ist´s da gewiß – ist da erstmal eine Hunde-Ausstellung und doch auch die Agi-Quali-Finalläufe) – ich bin seeehr gespannt, was da so raus kommt – denn ich bin mit Lesco außer mal in einer Tennishalle in der Klasse 2 (also schon Jaaaahre her) noch nie in einer Halle gestartet und auch die Geräuschkulisse und der Trubel – -also, es bleibt abzuwarten, was Lesco da so von hält:-))

11.04.2010

Heute waren wir zur Obedience Prüfung im PHV Alstertal.

Abgesehen vom recht kalten Wetter wieder ein netter, interessanter Tag! Das Team vom PHV Alstertal sehr nett – und für klasse Verpflegung gesorgt. – Leider kann ich ja vor der Prüfung immer schlecht was essen:-) daher nur ein Käsebrötchen, aber die Kuchentafel – da konnte ich dann schon wieder meinem Appetit nachgeben!

Richter war Dirk Belder, Ringsteward in der Klasse 3 wieder Suzanne Pöhling, – die mich (ja, ich wiederhole mich- aber in diesem Falle sehr gerne!) wieder einmal super durch die Prüfung geführt hat.

Die Klasse 3 hatte 8 Teams am Start, von diesen Startern hatte ich die Startnr 3.

Also Absitzen und Ablage war für mich in der ersten Gruppe angesagt  -und kurz gesagt:

Lesco konnte wieder sitzen bleiben:-) (vielen Dank, lieber Hund!) – ich muß sagen, man nimmt doch mit der Zeit immer viel zu viel als selbstverständlich an – aber heute wußte ich es wieder seeehr zu schätzen, aus dem Versteck zu kommen und meinen Hund SITZEND vorzufinden!!

Wie heißt es so schön??? Was man hat(te), weiß man erst zu schätzen, wenn man´s nicht mehr hat:-)) – ja, man kann Alltagsweisheiten auch immer gut im Hobby-Leben anwenden!

Die Punkte im Einzelnen:

Absitzen – 10 P.

Ablage – 9 P. (hat seinen süßen Popo umgelegt:-)

Fußarbeit – 6 P. (wie immer keinen weiteren Kommentar:-), außer daß der Richter sagte, er mag die Fußarbeit – aber muß halt die Punkte für Bedrängen usw abziehen)

8ér Quadrat – 9 P. (Platz zu langsam eingenommen)

Abrufen mit Steh und Platz: 8 P. (Platz zu langsam–(hui, ich glaube, wir haben einen Platz-Baustelle)) – leichter Tempowechsel im letzten 1/3

Box: 10 P (freu!)

gerichtetes Apportieren: 9,5 P (hm, weiß ich kaum noch – ich meine, leicht schräges Vorsitzen)

Metallapport: 10 P. (hui, richtig freu!)

Suchen: 8 Punkte (hier müssen wir was machen – wie die Woche zuvor hat Lesco nicht schnell genug das richtige Holz aufgenommen, sondern die anderen einer eingehenden Prüfung unterzogen!

Distanzkontrolle: 8 P. (Shit, shit, shit – Hund war prima, HF shit! – und zwar meinte der Richter einen Hauch von Vor-Kommando-Arbeit gesehen zu haben – war es nicht, nur beim Sitzen nehme ich ja Sicht-und Hörzeichen -und leider,leider war mein Arm schneller bewegt als das Kommando aus dem Mund geschlüpt!!

Lesco jedoch hat es wieder ganz prima gemacht – was bin ich jedes Mal auf´s Neue froh und stolz, diese Übung damals komplett geändert zu haben – denn Vor-und Rückbewegungen werde doch immer strenger abgezogen.

Jedenfalls ist das mein Eindruck.

Gut, daß ich mich damals doch dazu aufgerafft habe – obwohl ich´s ja anfangs mühsam und kaum “schaffbar” fand….

Gesamtergebnis: 279,5 Punkte – vorzüglich

03.04.2010 beim HSC Hanseat Lübeck

Einen kleinen Bericht zu der Prüfung am 03.04.2010 beim HSC Hanseat Lübeck habe ich ja bereits unter Update (vom 03.04.2010) geschrieben…

Was fehlten, waren die Einzelergebnisse – hier sind sie:

Absitzen: 0 P – Monsieur gedachte zu “ruhen” :-(

Ablage: 9,5 P – Lesco legte sich einmal um

Fußarbeit: 7,5 P – ihr wißt schon…

Quadrat: 9 P – zögerliches Steh, Fußarbeit

Abrufen mit Steh und Platz: 9,5 P (geringer Tempowechsel)

Box: 8 P – Lesco ging auf Kommando “Steh” in der Box direkt in´s Platz (sonst sehr schön)

gerichtetes Apportieren: 10 P (war auch echt schön)

Metallapport: 9,5 Punkte (geringer Tempowechsel)

Suchen: 8 Punkte (hat diesmal auch etwas länger gedauert:-) -und ein Knautscher

Distanzkontrolle: 10 P (RICHTIG schön:-)

Wäre, hätte, wenn….ja, das Absitzen war schon ärgerlich – ich hoffe, es wird keine “Marotte” – 30 Punkte sind doch verdammt viel – und wenn man bedenkt, wieviel Arbeit es z.B. macht, dem Hund die Fußarbeit, das gerichtete Apportieren, den Metallapport, das Suchen usw beizubringen, für das man die gleichen Punkte bekommt….na, schauen wir mal..

Eine etwas rührselige Tatsache ist mir noch in´s Auge gefallen:

Wie war´s doch schön damals, wenn man guckte, wie jung der eigene Hund war im Gegensatz zu anderen und doch schon so nett gelaufen – nun ist´s anders rum –

von den gesamten Startern war Lesco bereits der älteste Hund…..das sind so kleine Tatsachen, die einen darauf hinweisen, daß die Zeit wirklich fliegt….:-((

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle natürlich beim HSC Hanseat Lübeck, der diese Prüfung auf die Beine gestellt hat – es war ein rundum netter Tag.

Und noch mehr Danke geht von meiner Seite an den Ringsteward (Stewardesse?), die mich (mal wieder) auf´s Beste durch die Prüfung führte:

Suzanne Poehling. Selbst als ich leichte “Irritationen” vor dem gerichteten Apportieren hatte, schaffte sie es, mich schnell “zu beruhigen”:-)

25.10.09 Obi-Prüfung beim GHV Flensburg

Hm, …..zuerst wollte ich diesen Kurz-Bericht mit den Worten einleiten: “das hat er doch noch nie gemacht” – aber nach reiflicher Überlegung muß ich gestehen – doch, “hat er schon mal gemacht” – die kleinen Kleinigkeiten, die so manchen Punkt kosten..

Diese “Kleinigkeiten” waren heute SCHNÜFFELN! bei der Ablage der Distanzkontrolle (schon beim Sitzen in GS!), gestern war ich ja etwas unzufrieden damit, daß Lesco recht früh unser Steh in der Box “eingeleitet” hat (er soll ja bis zum hinteren Drittel laufen) – und man konnte heute noch vor der Prüfung prima auf dem neben dem Prüfungsplatz “trainieren” – alles, was ich gemacht habe, war Lesco zu zeigen, wo er bitte bitte hin soll.

In der Prüfung – welch Freude- rennt er da auch hin (jipi) – umso erstaunter war ich, als er auf mein STEH sich gleich in´s Platz schmeißt…da hat er sich wohl noch zu gut an gestern erinnert und wollte mir die Arbeit mit dem 2ten Kommando abnehmen:-))

Und das Suchen…läuft los – sucht, findet – spuckt aus, um es dann nach weiterer Suche doch zu bringen….

So, das war´s an “Außergewöhnlichem” – natürlich also muß die Punktzahl heute deutlich niedriger liegen, keine Frage.

Allerdings – als ich vom Platz ging, mußte ich erstmal loswerden, daß eine “Meisterschafts-Wertung” nix dagegen ist..  warum?

Die Richterin Marianne Jensen, eine absolut nette und fröhliche Richterin, hat sehr genau hingesehen -und in Klasse 3 durchaus “meisterschaftlich” gewertet – so mein persönliches Empfinden.

Oder sagen wir so – es kommt selten vor, daß ICH meine, mir wurde nicht ein 100stel Punkt “geschenkt”.

Heute meine ich das – was aber nicht negativ zu verstehen ist – im Gegenteil: man weiß nur sehr genau, wo man steht!

Echt WOW und Kompliment an diese Richterin, die aber wirklich sehr, sehr nett die Punkte zieht – aber ziehen auf jeden Fall, da wo geht:-))

Umso stolzer bin ich ja auf das gerichtete Apportieren, für das wir eine 10 bekommen konnten.

Auch die Distanzkontrolle war wieder ein Traum – nur wie gesagt das Schnüffeln kostete einen Punkt.

Aber hier der Überblick:

Absitzen 10

Ablage  8,5

Freifolge 6,5 (Hund geht viiiiel zu dicht:-)), unruhig und hüpft

Quadrat 9 (Positionen toll, aber Abzug für Fußarbeit

Abrufen 9,5 (Tempowechsel von Platz zur GS)

Bos 7,5 (siehe oben UND die Fußarbeit beim Abrufen)

Apport 10

Metall 8,5

Suchen 7

Distanz 9

GESAMT: 274 Punkte

Die Prüfung, der gesamte Ablauf und die Gastfreundlichkeit im GHV Flensburg – es war ein wirklich netter Tag mit wieder vielen neuen Eindrücken.

Ringsteward Connie Knebel hat uns ganz, ganz prima durch die Prüfung geführt – (wie immer!)

Obwohl ich es nicht unbedingt nochmal haben müßte, 2 Tage hintereinander zu starten – aber schön war´s trotzdem!

Und Lesco? ist glaube ich auch froh, daß das Wochenende vorbei ist – sooo lange neben Frech-Pitch im Auto liegen – zerrt bestimmt ordentlich an den Nerven:-))

Aber jetzt haben wir ja erstmal “Winterpause” – und dank Lesco war´s einfach nur ein schönes Wochenende!

24.10.09 Obi-Prüfung in Rotenburg-Scheeßel

Der Tag fing nicht so gut an – trotz Navi habe ich mich (mal wieder) verfahren – kam ca 20 min vor Prüfungsbeginn in Rotenburg Scheeßel an – und das, wo ich doch wußte, daß die 3´er Hunde gleich morgens starten sollten mit den gemeinsamen Übungen…

Also völlig aufgelöst aussteigen, melden, selbst auf Toilette flitzen, Hund (Lesco:-)) schnappen, kurz Pipi gehen und geht auch schon los….

Mach´ ich´s mal kurz – gemeinsame Übungen beide 10 Punkte.

Daß der LR Andreas Rieschick unsere Fußarbeit nicht besonders gut benoten würde, hatte ich schon “im Gefühl” :-))) (nebenbei, auch unsere “fehlerhafte” Fußarbeit kann ja für mich besser und schlechter sein….(abgelenkt, Entlastungsbeller, Stoß in den Schenkel etc)  -all das hat Lesco nicht gezeigt – also für mich durchaus schön und zufriedenstellend.

Aber natürlich – Fehlerhaftigkeit muß bestraft werden…:

Fußarbeit 6,5 P

Quadrat    9,5 P

Abrufen    10 P

Box            10 P

Apport      9,5 P

Metall       9,5 P

Suchen      9,5 P

Distanzk   10 P

Alles in allem: 303,5 Punkte

Mein persönliches Highlight – die Distanzkontrolle – wirklich einfach nur schön und selbst für mich perfekt ausgeführt – da gab´s nix – ansonsten ist ja der Hundeführer meist strenger mit sich selbst als der Richter:-))

Ob es nun eine wirklich weise Entscheidung war, morgen gleich die nächste Prüfung zu laufen, das lasse ich jetzt mal dahingestellt….

Aber vielleicht nimmt es mir Lesco nicht soo übel…(hoff, hoff)

Und habe ich es schon mal erwähnt?? ….daß Lesco der allerbeste Hund ist???der aller, allerbeste??

Ich hatte heute auch nicht das Gefühl, “ihn anschieben” zu müssen – Wetter war ja geradezu ideal – wobei auch ich natürlich vor einer Sache nicht mehr die Augen verschließen kann – Lesco ist kein “Heißsporn” mehr, halt keine 3 mehr, sondern auf dem Weg zum 8ten Geburtstag…., zig Prüfungen gelaufen, viel Routine….

Und Martina haben wir folgende Bilder von der Prüfung zu verdanken, vielen, vielen Dank, Martina!!

Und ein großes Danke an den ausrichtenden Verein: Organisation, Atmosphäre, Essen, Vereinsheim….wirklich spitze!!

Ebenso wie Richter und Ringsteward (Suzanne Poehling) – ich wurde (wie immer!) souverän und freundlich durch die Prüfung geführt…. und fair gerichtet.

21.05.09 Obi-Prüfung beim HSV Groß Grönau

Heute sind wir im HSV Groß Grönau gestartet…

Das Wetter war für uns nicht schön – sehr schwül, “gefühlte” 30 Grad:-))

Richter war Uwe Wehner, der wieder mal hervorragend gerichtet hat – nämlich, auf jeden Fall in Klasse 2 und 3, gezogen, was zu ziehen ging:-))

Ringsteward Ingeborg Rieschick hat uns (wie immer!) total nett und souverän durch die Prüfung geführt.

Die Organisation, Verpflegung und die ganzen “Drumherum”-Sachen – wie immer perfekt! Ein großes Danke an das ganze Team!

Ich mach´s heute mal kurz:

Absitzen 10, Ablage 9 (geschnüffelt!!!), Freifolge 7 (das alte Leid:-)) plus einen Beller!), das große Quadrat 9,5 (wieder die olle Fußarbeit!), Abrufen mit Steh und Platz 10, Box 10, gerichtetes Apportieren 8 (berührt den HF bei Vorsitz), Metallapport 7 (Zusatzkommando und zögerliches Aufnehmen), Geruchsunterscheidung 7 (richtigen Gegenstand ausgespuckt und wieder aufgenommen), Distanzkontrolle 9 (hat Hundi heute doch wirklich vom Steh in´s Sitz die Hinterpfoten leicht nach vorne gezogen:-))

Insgesamt 279,5 Punkte, vorzüglich.

Tja, viele Zuschauer meinten, eine wirklich schöne, sehenswerte Prüfung – DAS fand ich GAR NICHT!!!

Im Gegenteil.

Früher hatte ich immer das Gefühl, ich müsste meinen Hund “bremsen” -heute hatte ich das Gefühl, ich müsse ihn “anschieben”.

Ganz sicher immer noch eine schöne Arbeit -aber eben nicht DAS, was ich von Lesco gewohnt bin und was uns beiden “Spaß” macht… -und ich bin überzeugt davon, daß es mit DEM zusammen hängt, was ich schon so oft angesprochen habe:

Was aber vielen Zuschauern aufgefallen ist, die Lesco schon häufiger gesehen haben – die haben mich hinterher gefragt, ob und wie ich Lesco das “Hüpfen” in der Fußarbeit abgewöhnt habe – habe ich nicht – auch das für mich ein Zeichen, daß Lesco seine Kraft sehr gut “einteilt” und dafür “zu müde” war..

Dieses “schnelle Kaputtsein” (vor allem bei Wärme) – für´s Training habe ich bei “Normaltemperatur” nur noch wenige Minuten Zeit, dann flitzt Lesco in den Schatten.. und mir macht´s natürlich keinen Spaß mehr, einen Hund zu trainieren, der zwar “will” -aber anzeigt, daß er gar nicht mehr kann… (jedenfalls würde ich es so beschreiben)

Und da mir das schon so lange im Magen liegt, und es zusehends extremer wird, haben wir nun nächste Woche einen Termin in der Tierklinik Hannover.

In der Hoffnung, die finden etwas – und zwar am besten etwas, was man behandeln kann!!

Denn sooo möchte ich weder trainieren noch Prüfungen laufen – mit dem flauen Gefühl im Magen, es stimmt was nicht mit dem Hund und “verlangt” dennoch 100 % Einsatz.

Ich werde also erstmal die Untersuchungen abwarten und dann sehen wir mal weiter….

Denn, auch wenn man unterstellt, daß Lesco vielleicht “turniermüde” ist (immerhin läuft er jetzt das 5te Jahr in der Klasse 3) oder er auch kein “Jungspund” mehr ist (nein, ist er nicht, er ist jetzt 7 Jahre alt geworden) so ist Lescos “Konditions-Schwäche” auch in anderen Situationen und eben vor allem bei Wärme (auch schon geringer) augenfällig.

Und das letzte was ich möchte und werde:

Mit einem Hund, mit diesem Hund starten und trainieren – und er ist nicht 100% fit.

Also, gucken wir mal, ob uns nächste Woche schlauer macht…

25.10.08 Obi-Prüfung bei den

Hundefreunden Rotenburg-Scheessel e. V.

So,  heute sind wir also die letzte Prüfung für dieses Jahr gelaufen -und zwar bei den Hundefreunden Rotenburg-Scheessel e.V.

Richter war John van Hemert, Ringstewards waren Hylda Engel und Suzanne Pöhling.

Ich bin mit recht düsteren Gefühlen in diese Prüfung marschiert – ich hätte wetten können, daß ich die letzte Zeit zu wenig und wenn dann viel alleine trainiert habe und daher Patzer passieren würden bei “Kommando” -Ansagen durch den Steward oder auch die Gruppenübungen… – also “P” gehabt vor Frühstarts…

Abgesehen davon überraschte mich Lesco vor kurzem mit Schwierigkeiten beim gerichteten Apportieren – kurzum – war schon ein bißchen “negativ-belegt” oder wie man´s nennen kann.

Dazu kam, daß mich eine Erkältung diesmal “eiskalt” erwischt hatte und ich den ganzen Tag und auch in der Prüfung nur mit Taschentuch vor der Nase rumlaufen mußte..

Und mein Glücksschweinchen habe ich auch noch zu Hause vergessen:-((

Aber wie versprochen, ich mache es kurz:

Fußarbeit 8 Punkte (muß ich nichts zu sagen:-)), Suchen 6 Punkte (richtiges Holz genommen, ausgespuckt, weiter kontrolliert, dann wieder das Richtige genommen und gebracht – das hat er doch noch nie gemacht:-)), Metallapport 9,5 Punkte (schräge GS) – alle anderen Übungen 10 Punkte!!!!

Gesamt: 300,5 Punkte

Die Fußarbeit war für mich wieder wunderschön, denn Lesco nicht einmal weg oder unkonzentriert, im Gegenteil – einfach ein ergreifendes Gefühl, diesen meinen Hund an meiner Seite zu “spüren”  – und nicht nur bei der Fußarbeit.

Bei der Distanzkontrolle meinte ICH, eine kleine “Unsauberkeit” entdeckt zu haben, aber war anscheinend nicht so, bzw eher eine seitliche Pfotenbewegung – aber ich glaube bald, niemand ist so streng bei dieser Übung wie ich selber:-))

Bei der Box war ich an der Stehpylone ganz erschrocken, weil ich Lesco recht früh das Steh gegeben habe und er es SOFORT umsetze – da hatte ich mich ein bißchen verrechnet:-))

Von daher stand Lesco eher links neben an der Pylone, die auch “klirrte”, als er loslief…..

Aber ein ganz, ganz großer Mist ist heute passiert:

Metallapportel. Da mir ja mal gesagt wurde, ich soll die abgenommenen Apportel nicht vor´m Bauch, sondern in der rechten Hand halten, habe ich das heute auch so gehandhabt.

Leider (Gott sei Dank) läuft Lesco immer sehr schnell und SEHR dicht um mich rum vom Vorsitz in die GS.

Ich steh´ da also mit dem Scheiß Metall in der Hand, sage Fuß, Lesco nimmt Kommando an und eine Sekunde später hört man Zahn an Metall klirren.

Ja, klasse, scheiße, Mist!!!

Bin so was von sauer auf mich selber!

Lesco hat sich nicht beirren lassen, aber schon einen kleinen Überraschungs-Schreck bekommen.

ICH werde jetzt also das für uns optimale Halten des Apportels üben und hoffen, daß Lesco mir nochmal “verzeiht”.

Wenn mich was sauer macht, sind es solche Nachlässigkeiten von meiner Seite, die nicht ich, sondern der Hund “ausbaden” muß.

Und das, wo Lesco das Metall sowieso zum “Spucken” findet…

Also, abgesehen von diesem Zwischenfall, der mir wirklich total leid tut für Lesco, (gegen Ungerechtigkeiten habe ich nun mal was) und wegen dem ich auch tatsächlich ein total schlechtes Gewissen meinem Hund gegenüber habe (schluchz – bin da halt sehr “pieschig”) – ja, abgesehen davon ein toller Turniertag bei einem Super-Prüfungswetter, netten Gastgebern und einem tollen, netten Team von Richter und Ringstewards.

Es war die erste Obedience-Prüfung bei den Hundefreunden Rotenburg-Scheessel e. V. und es war schön, dabei zu sein!!

Vielen Dank!

Der größte Dank geht aber natürlich an dieser Stelle wieder an meinen Hund!

Auf der Heimfahrt hatte ich ja wieder Zeit zum Sinnieren – manchmal kommt es mir wirklich wie ein Traum vor, einen solchen Hund “führen” zu dürfen. Und ich habe Angst, das manchmal als zu “selbstverständlich” anzusehen…, oder mich nicht mehr so RICHTIG und TIEF wie am Anfang unserer gemeinsamen Zeit freuen zu können. Aber nein, ist nicht wahr – ich weiß es und meinen Hund so sehr zu schätzen – und freue mich nach jeder für mich schönen Prüfung wie “Schneekönig”

Vielen, vielen Dank Lesco!! – Du bist einfach einzigartig!

Und trotz des wenigen und “laschen” Trainings in der letzten Zeit – hast DU heute den “Karren aus dem Dreck gerissen” !!:-))

31.08.08 Obi-Prüfung in Ahrensburg

So, nun war es also soweit – Lesco und ich durften wieder starten -und um es kurz zu machen – sein Zehchen macht wirklich keinen Kummer mehr – weder im Training noch heute in der Prüfung oder überhaupt!- Das ist ja wohl sowieso das ALLERBESTE, was man unter News so schreiben kann!!, oder??

Aber nun zur Prüfung – vor der ich doch einigen Bammel hatte, denn auch wenn Lesco wieder seit 3 Wochen voll belastet werden durfte, so tut man sich dann doch etwas schwer mit dem “vollen Programm” mit DEN Bewegungen, die man als besonders belastend einschätzen kann! Dazu kam ein “bißchen knappe Zeit” die letzten Wochen – nun ja, ein gutes Vorbereitungsgefühl sieht anders aus – aber was soll´s – ich hatte nun vor lauter Freude gemeldet und dann muß man halt ran!

ALSOOOO…..

Lesco lief, ES lief -und das ziemlich gut, wie ich finde!!

Absitzen und Ablage 10 Punkte, Fußarbeit (ich will mich nicht ständig wiederholen, aber Ihr wißt ja, WIE er läuft – und daß die Wunschvorstellungen der meisten Richter anders aussehen…bzw ich  zwischen 6 und 10 Punkte schon alles hatte..) Also kam es für mich jetzt nicht sooo überraschend, daß wir nur 6,5 Punkte bekamen (vor allem da ich weiß, daß Wagn Johansen eben zu den Richtern gehört, die nicht besonders “auf unsere Fußarbeit stehen” :-)) Dennoch fand ICH es doch ZIEMLICH wenig – denn ich war mit Lescos Fußarbeit durchaus zufrieden und hätte uns doch höher eingeschätzt – aber wie gesagt, rein persönliche, subjektive und natürlich auch wohl egoistische Meinung…

8 mal 8er Quadrat – auch hier Bemängelung der Fußarbeit und leicht schräges Platz – 9 P.

Heranrufen mit Steh und Platz – (war MIR das Tempo nicht hoch genug) – Abzug gab´s wegen “trippeln” (???) (im Steh glaube ich und auch im Platz)  – so ganz klar ist es mir nicht, ob damit gemeint war, daß Lesco nicht SOFORT stand (denn so war es auch, er kann es besser!) – egal, sonst sehr schön, – 9,5 Punkte

Box – unsere Übung – wurde bemängelt, daß Lesco an der Pylone “unruhig” stand – ich schildere es mal so: Lesco stand da, hat auch keine Füßchen bewegt oder so – aber ein “Beben” ging durch den Körper… 9 Punkte.

Richtungsapport: Hund stößt in den Hundeführer und knautscht einmal kurz beim Übergeben (war “einmal extra” zubeissen:-)) – 9 Punkte

Metallapport – lacht nicht – 10 Punkte (unsere Ätzübung!!) – aber Lesco saß für MICH zu weit weg.

Suchen: Er stößt in den Hundeführer :-))) sonst sehr schön. 9,5 Punkte

Distanzkontrolle:  9 Punkte: Begründung: Der Hund ruckt sich ein wenig.

Also, daß Lesco “geruckt” ist – habe ICH nicht gesehen – auch nicht meine Freunde – aber Conny hat natürlich Recht – auf 15 m sieht man schlecht….

Ich hätte mein Leben dafür verwettet, daß Lesco eine 1a Distanzkontrolle gemacht hat – aber Gott sei Dank, der Lauf wurde gefilmt, ich werde hoffentlich sehen, in welcher Position Lesco gepfuscht hat und ich es nicht gesehen… Training winkt schon wieder!!

Insgesamt eine für mich sehr, sehr schöne Prüfung, Lesco hat fein gearbeitet – ich habe endlich meinen “Abstinenz-Koller” überwunden.

Und Lesco bin ich sooo dankbar (ja, ich weiß, wie immer!!), denn trotz oder wegen oder was auch immer kaum Prüfungsvorbereitung -SOOO schön gearbeitet!

Ergebnis: 292 Punkte!!

Und es war auch rundum wieder ein gelungener, schöner Tag – prima Wetter (hätte eher kühler sein können).

Aber die Prüfungen in Ahrensburg gehören ja schon von jeher immer zu meinen liebsten – nette Atmosphäre, schöne Platzanlage, schöne Auslaufmöglichkeiten für die Hunde, nette Gastgeber, souveräne Ringstewardesse (Conny Knebel) und der Richter Wagn Johansen, der, so finde ich , nix viel “schenkt” – (also so, wie ich es gern habe..-))

01.05.08 Obi-Prüfung beim HSV Groß Grönau

Gott im Himmel – mein Hund gehört vergoldet!!!

Also, vor dieser Prüfung grauste mir ja echt ein bißchen…so ein bißchen doll – sind wir doch erst 4 Tage zuvor eine Obi-Prüfung gelaufen – und so kurz nacheinander bin ich noch nie gestartet und halte davon auch nicht sehr viel…

Aber egal, ich dachte, ok, vielleicht geht der Schuß nach hinten los, vielleicht auch nicht – wir werden sehen und auch daraus wieder Lehren ziehen (woraus eigentlich mal nicht??.-)) Das Wetter war eigentlich schön, Sonne schien zwar, aber nicht zu warm, und selbst mein Mann war heute gekommen (macht er doch sonst nie ??)

Absitzen war klasse, 10 Punkte. Ablage sah ich schon beim Zurückkommen, daß Lesco seinen kleinen Po mind einmal zur Seite gewackelt haben mußte – 9,5 Punkte.

Dann waren wir als 2ter Starter bei den Einzelübungen dran… – gutes Gefühl hatte ich nicht unbedingt, Lesco hatte sich schon bei der Beurteilung der gemeinsamen Übungen so gelangweilt “hingefläzt”, daß ich den Eindruck hatte, so richtig “Lust” hätte er nicht.

Ab zur Fußarbeit…das Grausen packte mich echt – hatte der Richter Dirk Belder doch sehr korrekt und gewissenhaft den ganzen Tag über gerichtet, keine Punkte geschenkt, und jeden Patzer (auch natürlich in der Fußarbeit) fein geahndet!

Und da ja Lescos Fußarbeit nicht unbedingt “obedience-like” ist, war ich echt gespannt, was wir wohl noch für Punkte “reißen” könnten…

Lesco ging super aufmerksam – ICH war HÖCHSTZUFRIEDEN – abgesehen davon, daß ich den Eindruck hatte, im Laufschritt würden wir mind. 3 km hin-und hergeschickt – bekam Schnappatmung, (rauche ja leider und treibe wenig Sport..), mußte während der Fußarbeit echt lachen (ich glaube nicht nur ich, viele Bekannte und Freunde kennen ja meine Kondition nur zu gut!)  – doch, ich fand´s rundum schön mit Lesco über das Feld zu galoppieren.-))

Und: womit ich nie gerechnet hätte: Dirk Belder fand es genau schön!!! Tätäratä!!!! – Er meinte, er wüßte, daß es Kollegen gäbe, die diese Art der engen Fußarbeit nicht so schön fänden – aber ihm gefiele sie sehr!

(klar, das “Hüpfen” im Laufschritt mußte auch er ahnden und überhaupt) – aber: 9 Punkte. – jipi, endlich hat mal wieder ein Richter den gleichen Geschmack wie wir!! Ich hoffe ja, sie werden noch mehr ))))

Das 8ér Quadrat war auch echt schön, leicht schräges Stehen wurde uns abgezogen – 9,5 Punkte.

Abrufen mit Steh und Platz – ok, für mich hätte das Lauftempo ein bißchen schneller sein können- aber schön war´s wohl – 10 Punkte!

Die Box – ohne Worte – 10 Punkte (hier könnte ich was sagen, aber ich will Lesco ja nun hier auch nicht in die Pfanne hauen, das hat er echt nicht verdient.-))

Gerichtetes Apportieren – einfach schön!!! – aber da Herr Belder ja bei jeder Endgrundstellung schnell hinter die Teams gegangen ist, um ja auch ALLES zu sehen – leicht schräge GS – 9,5 Punkte – und es sei gesagt: Lesco hat mir heute sein Apportel sogar sofort abgegeben!!

Metallapport – eigentlich schön – aber Lesco saß bei Übergabe zu weit weg – DA hat er ja Angst mich zu berühren, könnte ja Metall an die kleinen Zähnchen klirren! -9 Punkte!

Suchen – sehr schön – auch hier wieder die leicht schräge GS – ist es zu glauben, ich hätte schwören können, Lesco saß gerade – aber von hinten sehen ja viele Sachen anders aus)) -9,5 Punkte

Kontrolle auf Distanz – was kann ich dazu noch sagen außer: Training lohnt sich echt – Gott wie schön – 10 Punkte – Hinterfüßchen waren wieder angetackert!

(Aber dazu ein kleiner Zusatz: die Kommandos wurden mit Hilfe eines Anzeigegerätes angezeigt, das uns vor der Prüfung demonstriert wurde – und irgendwie, als ich mich umdrehte und das Gerät angeschmissen wurde, war ich mir ganz sicher, daß es mit Sitz losgeht.

Pustekuchen – das Gerät zeigte Steh!! Ich war so verwirrt, daß ich bestimmt eine halbe Sekunde gezögert habe, ein Kommando zu geben, weil doch da Sitz stehen müsste!! – Ok, stand aber Steh da…beschloß dann doch dem Gerät zu folgen und nicht meinen irren Gedanken – und Lesco hat trotz des Zögerns, was er mit Sicherheit gespürt hat, eine Distanzkontrolle vom Feinsten hingelegt!!)

Insgesamt: 308,5 Punkte -man muß sich solche Punktzahl ja echt auf der Zunge zergehen lassen, so oft wird man nicht das Vergnügen haben (wenn überhaupt nochmal!) -und ich denke nicht, daß mir was geschenkt wurde…

Bin (ich weiß, Ihr könnt es bald nicht mehr hören!) wieder mal und so schnell schon wieder soooooo stolz auf Lesco und soooooo dankbar!!!!

Man hört ja immer etwas von “once in a lifetime dog” – ….und ich kann mir wirklich nur schwer einen Hund vorstellen, der je mit Lesco in seiner Arbeitsfreude und Verläßlichkeit konkurrieren könnte..

klar, auch uns kann es das nächste Mal wieder ganz anders ergehen und alle Male danach – aber FÜR MICH ist Lesco eh der Beste von allen – weil ich eines an ihm schätze, daß sich nicht trainieren und einstudieren läßt –

SEINEN (für mich) GANZ BESONDEREN  AUSDRUCK, SEINE GANZ EIGENE AUSSTRAHLUNG  IN DER ARBEIT!

Womit auch immer ich diesen Hund verdient habe – ich weiß es ja nicht, – aber es muß etwas ganz besonders GROßES gewesen sein……

Daß beim HSV Groß Grönau wieder mal ALLES bis in´s kleinste Detail geplant, organisiert und umgesetzt wurde – das muß man ja bei diesem Verein kaum noch erzählen – ich tu es aber trotzdem – war es doch ein Tag in bester Stimmung, super Verpflegung, super Ambiente und mit lauter kompetenten und netten Helfern -ob Helfer, Ringstewards, Prüfungsleiter – an ALLE ein Riesenlob – Ihr seid echt klasse und dieser Verein ist für mich DER Vorzeigeverein schlechthin!!!

Nachfolgend ein paar Eindrücke aus der Prüfung – die ich natürlich wieder Martina zu verdanken habe – vielen lieben Dank, Martina!!!

Beim folgenden Bild (ich stehe ja zu allem Mist) guckt doch mal genau auf meinen Mund….. – habe ich da wohl etwas lauter “Aus” “geflüstert” ?——

Aber Ende gut, alles gut!!!

27.04.08 Obi-Prüfung beim SV Hamburg

Rechtes Alsterufer

Jups, heute war es mal wieder soweit! – Unser erster Start in diesem Jahr – in unserem 4ten Obi-3-Jahr….

Ringsteward war Connie Knebel, die gewohnt nett und professionell durch die Prüfung geführt hat – Richter war Herr Johann Kurzbauer aus Österreich.

Abgesehen davon, daß es (mal wieder) ein Prüfungstag mit lauter netten Leuten, einem Wiedersehen mit “auswärtigen” Obi-Freunden war, verlief unsere Prüfung “relativ” gut – was ist auch schon nicht relativ???

Absitzen und Ablage war ok, Fußarbeit (für unsere Verhältnisse) auch, abgesehen von 2 unkonzentrierten und daher unschönen Grundstellungen und einem “Entlastungsbeller” – der mir das Blut in den Adern hat gefrieren lassen….-dachten wir doch, sowas kommt eher nicht mehr vor, aber warum auch Langeweile in die Prüfungen kommen lassen????

Quadrat war auch ganz schön -(auch hier Abzug wegen der Bianca-Lesco-like-Fußarbeit..)))) – Abrufen mit Steh und Platz nicht genial aber ganz nett, beim Schicken in die Box und beim gerichteten Apportieren hat Lesco unüblicherweise die Steh-Kommandos nicht sofort angenommen… – Und der blöde Fratz (ja, ich meine meinen Hund!!) hängt doch jedesmal sehr am Holzapportel – will es gar nicht so gerne hergeben!

Metallapport war eigentlich auch ok, aber Monsieur läßt ja manchmal gerne die langen Beinchen hängen -und Streifen der Hürde ist eben auch fein fehlerhaft!

Suchen war ok.

ABER: – DIE DISTANZKONTROLLE!!!! – ja, habe doch das letzte halbe Jahr damit zugebracht, Lesco eine DK mit “Hinterfüßen fest” beizubringen – und die Mühe hat sich echt gelohnt. SIE WAR FABELHAFT – Hinterfüßen wie festgeklebt, Kommandos zügig ausgeführt – doch, war schon herrlich -und vor allem, die Mühe hat sich gelohnt – nun nix mehr in´s Steh “hopsen” usw.- sondern das “Klappmesser” – DAS konnte nur 10 Punkte bringen!

Insgesamt 285,5 Punkte – der erste Platz von 4 Startern.

Bin ich zufrieden?? – ja, wer mich kennt, weiß, daß ich immer mit meinem Hund zufrieden bin, denn er zeigt nur das/kann nur das zeigen, was er von mir gelernt hat…..

“Das Schlimme beim Obedience ist, daß der Hund immer einen Hundeführer mit auf den Platz nehmen muß” –  Herr Kurzbauer hat uns heute mit diesem Spruch  zum Lachen gebracht – und irgendwie trifft er ja in´s Schwarze, gell????

Und natürlich: Die Mitglieder/Helfer des SV OG HH Rechtes Alsterufer waren wie gewohnt nett, hilfsbereit und gut organisiert – Und Prüfungsleiter Mike Pointner hatte für jeden ein offenes Ohr – auch für mich.-))) (Danke, Mike!)

Nachfolgend ein paar Bilder/Eindrücke von unserer Prüfung, die wir Diana zu verdanken haben – Vielen Dank, Diana!!!

23.09.07 Obi-Prüfung beim DSG Flensburg

Am Sonntag starteten wir nur zu zweit in der Klasse 3. Daher hat Connie Knebel ihren Schipperke als “weißen Hund” zur Verfügung gestellt.

Es fing lustig an – das Absitzen. Unser “Konkurrent” lag schon, als wir vom Platz gingen, dann wurden wir relativ rasch zurück gerufen – denn: auch Monsieur Lesco hatte sich entspannt hingelegt. Also 0 Punkte für beide Hunde.

Ablage: wir verlassen den Platz – nach relativ kurzer Zeit sehe ich seltsame Gesichter von Jan und Ramona, die ich aber so direkt nicht deuten konnte und Detlev (mein Mitstarter) wurde zurück gerufen. Nach einiger Zeit dann konnte auch ich zurückgehen. – Lesco lag immer noch an Ort und Stelle… – wie ich dann hinterher erfuhr, ist Detlevs Fox aufgestanden, zu Lesco gegangen, hat Lesco am Hintern abgeschnüffelt – und mein Hund, von dem ich immer gesagt hätte, den würde er sich packen, hat anscheinend (ohne seine Stellung zu verändern) nur langanhaltend seine längsten Zähne gezeigt…. – der Richter meinte, es wäre schade, daß es keine 11 Punkte gäbe, so gab´s für uns die 10.

Gott im Himmel sei Dank daß ich diese Szene nicht mit angucken mußte, aber ein netter Mensch hat sie aufgenommen und ich hoffe, ich kann sie mir bald angucken…An dieser Stelle möchte ich aber schon mal sagen, daß ich mich ja vor genau solchen Situationen höllisch fürchte und es noch nie verstanden habe, daß man mit dem “Eingreifen” in solchen Situationen für meine Auffassung zu lange wartet. Braver Lesco – dafür wird Dir natürlich auch das Entspannen beim Absitzen verziehen – (aber nicht vergessen!!!!)

Richter  war Piet v d Meulengraaf.

Was soll ich weiter sagen: Wir haben in jeder weiteren Übung (ja, auch in der Fußarbeit!!!!!!) 10 Punkte bekommen, außer beim Metallapport hat Lesco beim Rücksprung leicht die Hürde berührt, daher da nur 9 Punkte. Wenngleich die Punktzahlen bei einem anderen Richter wohl etwas anderes ausgesehen hätten in Richtung abwärts, so empfand ich unsere Fußarbeit als einfach herrlich. Bin sehr gespannt auf das Video, das ich hoffentlich zu sehen bekomme!!!

Womit ich selber nicht zufrieden war, was das Tempo beim Abrufen – unsere “Ekel-Übung” ,- na ja…. Aber Lesco ist mal wieder so souverän über den Platz spaziert, Gott, diese Sicherheit ist auf der einen Seite ein Segen, auf der anderen fehlt uns wohl zunehmend “das Herz-Zuck-Gefühl” – weder ich noch Lesco haben das wohl noch in dem Maße, in dem es einem den besonderen “Kick” gibt – sehr, sehr schade…..

Durch Lescos “Entspannungs-Anfall” beim Absitzen, der uns mal schlappe 30 Punkte kostete (herrje, habe ich die letzten Wochen auch nicht mehr gemacht, ich Blöde!- Lesco muß schon noch manchmal “daran erinnert” werden, daß auch diese Übung, so langweilig sie auch ist, korrekt ausgeführt werden muß, und zwar bis zum Ende…!) kamen wir dann auf ein Ergebnis von 287 Punkten und durch Lescos Verhalten bei der Ablage mal wieder zu der Erkenntnis:

Lesco ist einfach ein toller Hund!

18.19.08.07 dhv-Deutsche Meisterschaft 2007

beim HSV Groß Grönau 2000 e.V.

So, nun war sie also gekommen, unsere 3te dhv-Deutsche Meisterschaft Obedience…

Diesmal ausgerichtet beim HSV Groß Grönau 2000 e. V. – bei uns um die Ecke – Anfahrtweg ca 12 min. Da ich also annehmen konnte, daß hier einige Menschen mehr zugucken würden, die mich kennen, muß ich schon sagen, daß ich wohl aufgeregter dieser Veranstaltung entgegensah als sonst irgendeiner.. Am Freitag ging´s los, ab 15 Uhr durften die Starter auf das Prüfungsfeld, um dort ein zehnminütiges freies Training zu absolvieren. Da ich erst gegen 17 Uhr in Grönau eintrudelte, war die Warteliste schon gut gefüllt, ich konnte dann aber gegen 19Uhr30 auf den Platz. Dort habe ich Lesco ein paarmal abgerufen (und durchlaufen lassen..), die Box und das Metallapport gemacht, ein bißchen Fußarbeit – fertig.

Gegen 20 Uhr dann die Auslosung der Startreihenfolge…ich zog die Nummer 21. Ich war die einzige Starterin des DVG, die am Sonntag erst die Einzelübungen absolvieren konnte, sehr zu meinem Bedauern! Ich persönlich denke mir ja immer, schnell dahin ist schnell davon!

Na ja, es gibt Dinge, die muß man nehmen, wie sie sind! Jemand sagte mir, das Gute daran wäre doch, daß ich die Spannung länger genießen könnte, na gut, so kann man es auch sehen, aber diese Spannung kann einem auch ganz gut zu schaffen machen…

Leistungsrichterinnen waren Birgit Funk und Cornelia Hupka, Ringsteward Andreas Rieschick.

Am Samstag absolvierten wir dann also in der zweiten Gruppe unsere Gruppenübungen.

Als wir nach der Absitzübung zurück kamen, saß Lesco so da, wie ich ihn verlassen hatte – leider gab es nur 8,5 und 9,5 Punkte. Hinterher wurde mir berichtet, Lesco hätte wohl etwas am Vorderbein gejuckt und er hätte sich mit der Schnauze Abhilfe geschafft, andere sagten, er hätte sich auf der Hinterhand bewegt, außerdem soll er recht unruhig mit dem Kopf gewesen sein – es war wohl von allem etwas.

Ablage 10 und 9,5 Punkte – bestimmt sein “schwerfälliges” Hochkommen in die Fußstellung?? – obwohl das diesmal für mich recht gut war!

Das war´s also schon für uns am Samstag, den restlichen Tag stand also nur noch “Zuschauen” auf dem Programm.

Abends gab es beim HSV Groß Grönau einen gemeinsamen Abend für die Sportler und Obedience-Freunde, der unter dem Motto “griechischer Abend” stand – es war ein sehr netter Abend, zu dem auch einige meiner Freunde und mein Mann erschienen.

Sonntag war es denn soweit: gegen 11 Uhr 30 mußte ich an den Start – und ich sage Euch, meine Nerven lagen “blank” wie noch nie! Zum einen lag es daran, daß eben sehr viele Menschen anwesend waren, die mich nur als Menschen, nicht als Sportler kennen, und denen ich gerne eine gute Vorführung geboten hätte. Zum anderen aber lag es sicher auch an den enormen Leistungen meiner “Vorreiter”, die einfach nur beeindruckend waren. Da ja schon die Ergebnisse der meisten Starter feststanden, hatte man schon Zahlen im Kopf. Daß Corinna mit Baley auf dem ersten Platz nicht zu toppen war, stand fest: 307,75 Punkte – herrje, wer hat denn schon mal solch eine Zahl gehört???? (aber es war auch DIE HAMMERVORFÜHRUNG) aber auch die nachfolgenden Ergebnisse waren einfach nur der Hammer…. Mein Wunsch: sich jetzt möglichst nur noch recht weit nach vorne schlagen, aber selbst das Treppchen schien echt unerreichbar… – also wirklich, DIESMAL merkte ich, daß auch meine Nerven antastbar sind….. Und als ich dann an den Start ging, wurde ich als letztjähriger Deutscher Meister angekündigt – was mir einen schmerzvollen Gesichtsausdruck bescherte und Andreas, dem Ringsteward, ein fröhliches “das mußte sein!” entlockte. Okay, daraufhin mußte auch ich nochmal kurz grinsen, bevor es los ging…. und ich dachte, mein Herz zerspringt, meine Lunge platzt und gleich liege ich neben den Pylos auf dem Boden… Es war eine nervenzerreißende Situation.

Fußarbeit?! 8 und 9 Punkte – anscheinend hatten wir Richters Geschmack getroffen:))??Nee, im Ernst, ich fand es nicht sehr prickelnd, daß Lesco seinen Kopf einige Male wandte, manche, die uns schon häufiger gesehen haben, sagten, unsere Fußarbeit hätte sich verbessert, ich sehe es anders – na ja.

Quadrat – 10 Punkte jeweils –  ich fand es auch ziemlich gut

Abrufen mit Steh und Platz – fand selbst ich ziemlich gut – 10 Punkte jeweils

Die Box – auch ok – leider ein kleines Schnüffeln in dieser – 10 und 9,5 Punkte.

Gerichtetes Apportieren – da Lesco sehr ungünstig zum Stehen kam an der Pylo – er stand sehr weit links, sollte aber zum rechten Apportel, deutlichere Richtungsweisung als sonst von mir, daher ein “Herzschock-Bogen” von Lesco, aber klasse angenommen und gerettet, je 10 Punkte.

Metallapport – mag Lesco halt immer noch nicht gerne – je 9,5 Punkte

Suchen, – ich fand´s toll -10 und 9,5 Punkte

Distanzkontrolle – für mich unsere schönste Übung – so was von zackig und einfach nur schön – leider im Überschwang nach hinten gewandert – je 8 Punkte.

Was während meiner gesamten Prüfung unendlich hilfreich und aufbauend war: das war der “tosende” (verzeiht, wenn ich hier vielleicht ein bißchen übertreibe, aber so habe ich es empfunden) Applaus nach jeder Übung. Das hat mir so sehr geholfen, meine Nerven nicht zu verlieren, es hat mich so sehr getragen, die positiven  “Schwingungen” uns gegenüber zu spüren – Gott im Himmel – im nachhinein muß ich sagen: es war die spannenste, lauteste, herrlichste, Gänsehaut erzeugenste Prüfung, die ich je gelaufen bin. Und folgende Punkte waren dafür der Auslöser: mein “Bekanntheitsgrad” in meinem Heimatort, (von daher viele Menschen, die uns die Daumen drückten – meine recht späte Startnummer, die vorangegangenen Ergebnisse und die Bemerkung meines Vorjahressieges .

Das alles ergab einen Cocktail, von dem manche wohl nicht mehr aufgestanden wären – und ich glaube, das einzige, daß mich davor bewahrt hat, in Ohnmacht zu fallen, war meine Liebe und mein Vertrauen zu meinem Hund.

Und das meine ich so, wie ich es schreibe….es ist keine Floskel.

Insgesamt 300,75 Punkte, 2ter Platz, d.h. dhv Deutscher Vizemeister hinter Corinna Hellstern-Hey mit Baley, die mehr als verdient den Titel holen konnten!

Es war ein herrliches Wochenende, in einem Verein, in dem es rundum stimmte, auf einer herrlichen Platzanlage, mit vielen Zuschauern bei strahlendem Sonnenschein.

Wirklich, es fehlte den Startern und den Gästen des HSV Groß Grönau an nichts – die Helfer dort hatten wirklich an alles gedacht.

Was wirklich auch wunderbar war: Ringsteward Andreas Rieschicks Anweisungen für den Hundeführer waren für die Zuschauer bestens zu hören, da er in ein Mikro sprach und die Anweisungen so auch über die Lautsprecher liefen.

Überhaupt war Andreas (wie üblich) einfach nur toll – man hörte ihn, gesehen habe ich ihn nie…oder lag´s an meinen Nerven?? Eine tolle Leistung beide Tage über!

Auch die Ringhelfer – Super – alles lief wie am Schnürchen, sie waren so was von nett schon bei der Auswahl der Apportel usw – nein, es war alles PERFEKT!

Der stärkste Gegensatz aber zu den vorangegangenen DMs:

Die Leistungen des Starterfeldes!!!! Von 28 Startern 10 Vs und nur 2 nb´s…. – und die Vs? keine knappen, sondern satte Vs….

Wirklich, dieser Leistungsanstieg blieb niemandem verborgen – es scheint, als wäre eine neue Zeit im deutschen Obedience angebrochen…..

Wenngleich ich auch sagen würde (persönliche Meinung), daß die beiden Richterinnen eher FÜR das Team werteten – das ändert nichts an der Tatsache, daß an dem vergangenen Wochenende Leistungen gezeigt wurden, die einer Deutschen Meisterschaft würdig waren; und das in sooo geballter Form, nicht nur ein paar einzelne, – nein, wirklich, herrlich an DEM Wochenende dabeigewesen zu sein, an dem der deutsche Obedience-Sport eine deutliche Wendung in Richtung “Klasse” zeigte.

Und nochwas: Achtung, Border, die Labbis kommen!!!!! (denn wenngleich auch wiedermal 3 Border das Treppchen bestiegen, 2 Labbis fielen so sehr durch tolle Leistungen auf – es war eine Wucht!

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei Michaela, Nane, Antje, Klaus-Dieter, Jan, Ramona, Martina und Christa für die “seelsorgerische” Betreuung meiner Person. Ob nur durch Anwesenheit oder durch manch aufbauendes Wort – auch ihr habt dazu beigetragen, daß meine Nerven nur überdehnt waren, aber nicht gerissen sind!!!

Und ein besonderer Dank an Christa – die meine Hunde nach Lescos “Traum-Lauf” mit Schweineohren, Schweinenasen, Blättermagen, Kauknochen dermaßen beschenkt hat, daß sie noch eine ganze Zeit davon zu knabbern haben… – und über den tollen bunten Blumenstrauß für mich nach der Siegerehrung habe ich mich wahnsinnig gefreut – vielen Dank, liebe Christa!!! (Für meine Hunde bist Du die Größte!! – aber Du weißt ja, Lesco läuft auch ohne das gerne Fuß mit Dir..)

Nachfolgend noch einige Bilder von unserer Prüfung! (und wieder gilt mein Dank Martina, die so tolle Bilder geschossen hat, während ich Blut und Wasser schwitzte…..

Das Abrufen mit Steh und Platz, wir legen los…..

und bremsen echt zügig…!

Jipi!! gleich geht´s zur Box!!

und ab dafür!

geschaftt, und nun, Frauchen??

(natürlich LAG Lesco, bevor er abgerufen wurde:))

da bin ich ja schon!!

Das Suchen beginnt..

und ab..

das ging aber fix!!

nun schnell an´s Ziel..

fein abliefern…

und ab in die Fußposition!

Klar, ein bißchen Fußarbeit, da kamen wir nicht drumherum…

Steh im Quadrat

Platz im Quadrat

und so freut man sich, wenn die Prüfung vorbei ist!

und so zieht ein Obedience-Hund zum Treppchen…

so sieht ein zufriedenes Team aus…

Die glücklichen Erstplazierten

ein feiner Hund!!

Und nochmal und schon wieder: DANKESCHÖN, LESCO!!

07/08.07.2007 DVG Bundessiegerprüfung Obedience

beim HSG Ratingen

Ab zur Bundessiegerprüfung Obedience – ab nach Düsseldorf…..

Wer mich kennt, weiß, was für eine “Überwindung” es mich gekostet hat, dort hinzufahren – nicht, weil ich nicht gerne an der BSP teilnehmen wollte, sondern weil ja 5 Stunden Autofahrt auf mich warteten, auf mich, einen Autofahrer, der viel lieber auf der Beifahrerseite sitzt..und gemütlich aus dem Fenster guckt.

Was mich aber u.a. auch ermuntert hat, den Weg auf mich zu nehmen (neben der Herausforderung BSP natürlich), war, daß mich vor Ort liebe Menschen erwarten würden – Martin Liebenau und seine Frau Anette, die ich bis dato nur via Mail und Telefon kannte und die ich nun endlich persönlich kennenlernen würde.

Also, Köfferchen gepackt, Hündchen geschnappt und Freitag morgen kurz vor 8 Uhr los….- und es lief besser als erwartet – bis Düsseldorf gut durchgekommen, und (da ich ja kein Navi habe, was sich aber ändern wird) – und ab Düsseldorf hat mich dann Martin per Telefon prima an´s Ziel gebracht!

Der ausrichtende Verein dieser BSP war ja der HSG-Ratingen 1925 e.V. – Austragungsort war allerdings die Platzanlage des DVG Neuss Rheinallee e.V. , weil hier bessere Platzbedingungen für solch ein größeres Event waren.

Und diese Platzanlage ist wirklich unglaublich schön – gepflegt, RIESENgroß und gleich neben dem Rhein, den Lesco sofort in sein Herz schloß!

Nach meiner Ankunft dort war es den Teilnehmern gestattet, jeweils 5 Minuten auf der Prüfungsfläche zu trainieren. Ich habe Lesco zweimal in die Box geschickt und ein bißchen Fußarbeit gemacht.

Danach ab in´s Hotel, kurz Füße hoch und fast eingeschlafen….- Aber da wurde ich schon von Martin und Anette abgeholt, mit denen ich mich für ein kleines nettes Training verabredet hatte.

Aber zuerst ein netter Spaziergang am Rhein…mit ca.  9  1/2 Hunden – und Lesco fand´s einfach nur toll – und ich auch. Außerdem lernte ich auf diesem Spaziergang weitere nette Leute kennen, nämlich die Sportskollegen bzw Freunde von Martin und Anette.

Dann ab auf den Platz und ein bißchen trainiert – und ein bißchen Schelte und Tipps eingefangen – Schelte für meine “Marotten eines Allein-Trainierenden” (die ich ja zum größten Teil schon kannte) und Tipps für “wie kann ein normaler Mensch bei der Fußarbeit die Füße setzen, ohne die Schuhe quietschen zu lassen und ohne Löcher bei den Kehrt-Wendungen in den Rasen zu stapfen..”

Anscheinend hat´s was gebracht – ich hatte lange keine 8 Punkte mehr in der Fußarbeit bekommen…aber davon später mehr….

Und noch was gelernt: daß es nämlich eine Hunderasse gibt – nämlich die Mudis, die nicht nur entzückende Gesichtchen haben, sondern auch ein sagenhaftes Wesen haben- ehrlich, der Moppel ist schon ein süßer Fratz!! sooo viele Küßchen habe ich ja lange nicht mehr bekommen!!

That´s Moppel!!

Der erste und bis jetzt einzige Mudi, den ich kennen gelernt habe,

und er ist einfach nur SÜß-!!!

(Gut, Anette und Martin nennen es manchmal schleimig – aber nix da, der hat schon Charakter!)

Da am Freitag abend die Auslosung war, zu der ich mich aber abgemeldet hatte, weil wir eben ein bißchen trainieren wollten, war Suzanne Poehling, die Obfrau Obi Landesverband Hamburg so nett, für mich meine Startnummer zu ziehen.

Am nächsten Morgen, also zu Beginn der BSP mit Einmarsch und Begrüßung , erfuhr ich dann, daß ich die letzte Startnummer hatte.

Das hieß also, Sonntag irgendwann spät nachmittag war ich dran.

Am Samstag, der den Startern der Klasse 1 und 2 vorbehalten blieb, war das Wetter eher kühl und grau, aber Gott sei Dank trocken.

Am Sonntag, nach der 2ten unruhigen Nacht (anscheinend kann ich nur in meinem eigenen Bett richtig schlafen, ich werde also nie ein Globetrotter!) und einer SMS um viertel nach fünf von meiner lieben Freundin Nane, die mir zu so früher Stunde schon Glück wünschen wollte und daher meiner Nacht ein Ende setzte (aber Nane darf so was…(grinsi) – außerdem hat´s ja gewirkt!!!,) waren dann die Starter der Klasse 3 dran. – Aufgeteilt in 4 Gruppen, begann es morgens für alle 21  O-3 Starter mit den gemeinsamen Übungen.

Auch hier war ich ja in der letzten Gruppe, – die letzte.

Lesco war prima – anscheinend hat nix gezuckt, denn wir bekamen von beiden Richtern (Angela Borkhardt und John van Hemert) für beide Übungen je 10 Punkte. – Es fing also gut an! – Dafür bekam Lesco denn auch gleich eine Pansenfrikadelle vom nächsten Verkaufsstand.

Und dann: eines der persönlichen Highlights des Tages:

Nichts ahnend laufe ich da so rum – und denke auf einmal, ich gucke nicht richtig!: Mein Vereinsvorsitzender kommt mir entgegen!!

Klaus-Dieter ist mal eben 500 km gefahren, um bei diesem Ereignis dabei zu sein!!!!!! Keine Ahnung, ob ihr nachvollziehen könnt, wie ich mich gefreut habe!! – vor allem, weil er ja nicht nur unser 1ter Vorsitzender ist, sondern auch mein Trainingskollege, Sportsfreund und ….Herrchen von Fionne, die er auch gleich mitgebracht hat und sich auch ein biiiißchen freute, mich zu sehen… – aber wie gesagt, ein ganz großes DANKE für diese “moralische Unterstützung und  solch einen Freundschaftsbeweis”!!!!!!!!!!!!!!!!

So gut wie der Tag anfing, so gut ging er weiter….Gegen Mittag bekomme ich einen Anruf von Jan und Ramona, (auch Freunde, die ich über das Obedience und die “Malis” kennengelernt habe, die zwar leider recht weit weg von mir wohnen und daher persönlicher Kontakt leider nur auf Turnieren stattfindet, die mir aber gedanklich so nahe stehen wie nur sehr wenige ), die fragen, wo denn nun genau die BSP statt findet – denn: Auch sie haben sich auf den Weg gemacht, zum Gucken mal eben aus der Ecke Bremen vorbei zu kommen….

Ganz ehrlich, solch eine Anteilnahme und vor allem dieses “Umgebensein von echten Freunden” – das ist schon toll !! Wie ich erst am Abend erfuhr, hatte Ramona gestern auch noch Geburtstag……muß man noch mehr sagen…??? Super lieben Dank!!

Natürlich waren auch Martin und Anette und alle anderen Freunde, die ich schon am Freitag kennen gelernt habe, vor Ort. Mir war nicht eine Minute langweilig – im Gegenteil, man war nur am reden, bekakeln, gucken und nochmal reden…

Nun aber zu meiner Prüfung:

Wie schon gesagt, als letzte Teilnehmerin startete ich so gegen 16 Uhr (wenn ich recht erinnere).

Die Fußarbeit war (von einmal nicht sitzen beim Anhalten und 1-2 schiefe Grundstellungen abgesehen) wie man es von uns gewohnt ist…

8er Quadrat – ist das noch normal???? Lesco hat da schon wieder kein Steh gezeigt – recht unverständlich für mich.

Abrufen mit Steh und Platz – Positionen sehr schnell eingenommen – aber auch nur, weil sein Tempo seeeeeehr “gedrückt” war, alle die mich kennen, wissen, daß mich das fertiger macht als eine verhauene Position….aber die richter haben es nicht als sooo gravierend wie ich erlebt…anscheinend..!

Box – sorry, die fand selbst ich einfach nur schön!!!!!!

gerichtetes Apportieren – auch hier; Frauchen voll zufrieden!!!!

Metallapport – ok, ist halt nicht seine Lieblingssache, daher leidet das Tempo hier eh ab und an – dennoch, dafür fand ich´s auch schön…

Suchen – Supi, sofort richtiges Holz, sofort zurück, aber kleiner Kerl faßt 3!!!!!!mal nach!!!!!

Distanzkontrolle – beim ersten Sitz kommt er nur halb hoch, ich gebe Doppelkommando, dann sehr schön (ok, leicht nach vorne) – aber er kann´s noch, das “Hüpfen” – danke, Lesco!!

Und: Ich glaube, ich hatte das erste Mal in meinem Leben eine “Fankurve” – jedenfalls kam es mir so vor:

Nach den gelungenen Übungen – ich glaube aber auch nach den nicht ganz so tollen- war da ein Juchhe vom Zaun zu hören – das war schon toll!!!

Hat ja richtig nochmal Stimmung reingebracht!!

Hier also die Ergebnisse von beiden Richtern (die erste Benotung von John van Hemert, die zweite von Angela Borkhardt) – man achte bitte auf die Zahl mit den beiden Kugeln übereinander bei der Fußarbeit! Ja, wupp!! That´s it…!!!! (grinsi, grinsi)

Absitzen:                                            10 / 10

Ablage:                                              10 / 10

Fußarbeit:                                            8 / 6,5

8´er Quadrat:                                       7 / 6,5

Abrufen mit Steh und Platz:                 8 / 10

Box:                                                    10 / 10

Gerichtetes Apportieren:                  10 / 10

Metallapport:                                     9,5 / 9

Suchen:                                                 9 / 8

Distanzkontrolle:                                  9 / 7

283,25 Punkte, 1.ter Platz, damit  DVG Bundessieger Obedience 2007!

Danke, Lesco!!!!!!!

Nach der Siegerehrung, die ja um so spannender war, weil die Benotung aller Klassen für die Fußarbeit nicht angezeigt wurde, und daher niemand genau wußte, wo er denn stand,

saßen wir noch eine kleine Weile zusammen (die Foris, gell??) und dann ging es ab nach Hause…

Gegen 22Uhr 30 waren wir zu Hause – ich weiß nicht, wer kaputter war, ich oder der Hund…

Und hier ein kleiner Nachtrag:

Unsere erzielten Punkte lesen sich wirklich toll, und ich freue mich natürlich sehr über unser Ergebnis!!

Dennoch muß ich sagen, daß Lesco auf mich einen eher “schlappen” Eindruck machte,- ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll….

Ich meine nicht unbedingt nur das Tempo beim Abrufen oä, sondern einfach insgesamt…ob es an der Hitze lag, an dem Rhein (Wassernähe bringt uns anscheinend nie Glück) oder Prüfungsroutine immer mehr zu schlägt…(was ich aber eigentlich gar nicht so denke, denn auch bei der Siegerehrung war er auffallend “kaputt” und zog noch nicht mal an der Leine hin….und wollte immer nur liegen…

Auf jeden Fall habe ich doch etwas seinen “Elan” vermisst (von mehr wollen wir ja gar nicht sprechen) – na, wir werden sehen, wie es das nächste Mal aussieht…und das wird ja die dhv-DM in Groß Grönau sein nächsten Monat

Aber dafür muß man ja eines wirklich sagen: Lesco ist unglaublich zuverlässig, nicht wahr?? Nuller höchst selten, von kleineren “Scherzis” abgesehen ein absolut zuverlässiger Arbeiter – das ist mir denn nun auch wieder mal aufgefallen..

Auf der Heimfahrt hatte ich ja genug Zeit zum sinnieren… und denken und Revue passieren lassen..

Es liegt ein wirklich tolles, erfolgreiches und nettes Wochenende hinter uns – eine tolle Veranstaltung mit durchweg toller Organisation, viel Musik, guter Laune und netten Menschen, ob Besucher, Starter oder Helfer/Ausrichter…..Natürlich ist das Ergebnis, das man auf solch einer Veranstaltung erzielt, auch immer mit ausschlaggebend für die persönliche Wahrnehmung …

Was aber dieses Wochenende und vor allem den Sonntag für mich persönlich besonders auszeichnete und ihn mir in Erinnerung bleiben läßt:

Dieses nette Beisammensein von Menschen, die schon wichtig für mich sind und die u.a. meinetwegen so weit gefahren sind,  –

IHR seid einfach nur klasse!!! Vielen, vielen lieben Dank!!!

Ach so, ich werde ja nun nicht wissen, woran es genau lag (bin ja ein bißchen abergläubisch..) wollte nur mal mitteilen, daß ich diesmal mein Glücksschwein dabei hatte – vor den Gruppen-und Einzelübungen fein noch mal drauf- ge -toi,toi,toit….und?? ist da nun was dran, an den Glücksschweinschen????

So, und vielleicht habt Ihr Lust,

ein paar Bildchen anzugucken???

Sämtliche Bilder hat Anette fotografiert –

Anette, Du bist ein Goldschatz!!!!

Ganz, ganz, lieben Dank!!!!!

Hier unsere Fußarbeit: (warum sehe ich bloß immer so verkniffen aus??)

Abrufen mit Steh und Platz:

“Unsere Übung” – die Box!!

Auch eine schöne Übung: Richtungsapport

Äh, Metallapport – würg…(denkt Lesco…)

Geruchsidentifikation:

Landesverband Schleswig-Holstein: Marion und ich

Der Lesco-Fan-Club: Klaus-Dieter, meine Wenigkeit, Jan, Martin und Ramona +”Azubi” Chili

Die Richter John van Hemert und Angela Borkhardt

03.06.07 Obedience-Prüfung bei

den Walddörfern (Hamburg)

Heute sind wir bei den Walddörfern gestartet – es war die Landesmeisterschaft des Landesverbandes Hamburg und zugleich auch ein offenes Turnier, so daß wir auch starten konnten.

Zu den Rahmenbedingungen: Wetter herrlich, Verpflegung super, der Richter John van Hemert hat durchweg fair und für meine Begriffe gut bewertet und Suzanne Poehling als Ringsteward hat mich mal wieder sehr nett und routiniert durch die Prüfung geführt…

Und: in der Klasse 3 gab es 7!! Starter – das fand ich doch mal erfreulich viel “Konkurrenz”!!!

Zu unseren Leistungen: Lesco kommt ja leider nicht sehr spritzig hoch, wenn es nach 4 min Ablage in die Grundstellung geht (wird halt alt, gell?!), Freifolge für mich sehr schön, Hüpfen gering, nur im Laufschritt heftiger,  – mir wurde abgezogen, daß ich die Winkel und Kehrt “auf der Stelle” laufe und daher im Lauf “stocke” – Mist, das habe ich mir die letzte Zeit erst angewöhnt, weil ich es als so schön “zackig” empfinde – aber anscheinend muß ich wieder “normal” wenden und kehren….

Leider hat Lesco im 8×8 Quadrat kein “Steh” gezeigt, – seitdem wir am schnelleren Sitz feilen, zeigt er halt lieber diese Position zweimal …

Abrufen mit Steh und Platz dafür recht herrlich – da gab es 10 Punkte. Voraussenden in die Box?? – Klasse, nur der Hund soll im 2m -Radius um die Stehpylone stehen, und das war sehr, sehr knapp – ich wollte schon gar nicht mehr in die Box schicken, weil ich dachte, er wäre raus – habe es Gott sei Dank doch noch getan und noch 8 Punkte ergattert…

Gerichtetes Apportieren – ja will der Hund denn sein Apportel schon wieder nicht hergeben?? Aber diesmal war ich schlauer, habe daran gezehrt und das Aus nur langgezogen – nur 1 Punkt Abzug!

Distanzkontrolle super, leider 10 cm vor, auch 9 Punkte, ebenfalls das Suchen.

Gesamt: 279 Punkte, vorzüglich, 2ter Platz nach Ursula Englert, die mit ihrem Buc eine wirklich traumhafte Vorstellung ablieferte und mit (ich meine ca 295 Punkten) nicht nur den ersten Platz, sondern damit auch den Titel “Landesmeister Hamburg” erreichte! – Herzlichen Glückwunsch!!

Fazit: ein rundum gelungenes, gut organisiertes Turnier mit einem zufriedenem Hundeführer und einem Lesco, der mal wieder gezeigt hat, daß wir noch ein bißchen “akribischer” trainieren müssen, als es die letzten Wochen der Fall war!

13.05.2007 Obedience Landesmeisterschaft

Schleswig-Holstein beim DSG Flensburg

Heute waren wir zur Landesmeisterschaft Obedience Schleswig-Holstein in Flensburg (DSG Flensburg)

Erstmal und gaaanz wichtig: es war ein absolut herrliches Wetter: kein einziger Regentropfen,   und die Sonne lachte auch oft! Bei unserem Start am frühen Nachmittag war ich es sogar fast schon wieder zu warm –

In der Klasse 3 waren es 4 Teams, die um den Landessieg kämpften – wir hatten die Startnummer 2.

Richter war Harry de Vries, Ringsteward Conni Knebel, die uns wieder einmal ganz ruhig und sehr nett durch die Prüfung führte.

Lescos größte Patzer – er zeigte im 8 x 8er Quadrat ein Sitz statt Steh, wollte mir sein (gerichtetes) Apportel nicht übergeben (schluck…das hat er doch noch niiiie gemacht..) ….aber sonst wieder eine recht souveräne Leistung.

Sein Tempo stellte mich teilweise nicht soo zufrieden, daß liegt aber sicherlich (hoffentlich) auch daran, daß wir vorher sehr viel “Spaß” auf dem Vorbereitungsplatz hatten und natürlich wird man selbst immer pingeliger….Anscheinend war es aber sonst doch alles in allem ganz ok, denn es reichte zu 290.5 Punkten, dem 1ten Platz und somit zum Titel “Obedience-Landesmeister Schleswig-Holstein 2007”

Als Geschenk für unsere Leistung bekam Lesco einen RIESEN-Futternapf; gefüllt mit Leckereien…(abgesehen von dem Wiener Würstchen, das alle Starter bei der Siegerehrung bekamen…falls ich je gesagt habe, Lesco will nur den Ball und Futter bedeutet ihm nichts – bei Wiener Würstchen macht er gerne eine Ausnahme!)

Wie schon in den Jahren zuvor war das Turnier beim DSG rundum gut organisiert und überaus nett! Alles klappte total zügig und um 16Uhr 30 waren wir bereits bei der Siegerehrung!

Und hier ein Bild vom “geschafften” Landesmeister und seiner Mega-Schüssel:(Lesco, glaube nur nicht, daß die jetzt täglich gefüllt wird!)

09.04.2007 Obedience-Prüfung in Hamburg

Rechtes Alsterufer

Heute (Ostermontag) sind wir in Hamburg im SV Rechtes Alsterufer gestartet. Richter war Johann Kurzbauer aus Österreich und Ringsteward in der Klasse 3 Angela Borkhart.

Ich war mit der Prüfung bzw Lesco absolut zufrieden (wenngleich ich hinterher von mind 5 Leuten darauf angesprochen wurde, ob ich wohl zufrieden sei, und was wohl heute mit uns los war…-??????????????)(wer erwartet wohl zuviel?? ich doch wohl nicht, wie?? (lol)

Also, Absitzen 2 Punkte Abzug für den Hundeführer (das bin dann wohl ich) weil ich, nachdem wir wieder beim Hund waren, ich sofort meinen lieben Lesco gestreichelt habe….schluck….(aber das hatte tiefere Gründe – Insider wissen Bescheid, gell??)

Fußarbeit war Lesco nicht so “enganliegend” wie er es sonst ja in viel größerem Maße kann – (wenngleich manch einer das kaum glauben kann – (nochmal “lol”)) – aber da waren Sachen drin, wie HF (mal wieder der also) es noch nie gemacht, trainiert oder überhaupt angedacht hat. (Was ist bitte ein 90 ° Winkel – ??? – und seit wann gibt es Halt aus dem Laufschritt und noch schlimmer aus dem Laufschritt: Kehrt und Halt?? – auf jeden Fall “verhunzten” wir 2 Grundstellungen komplett…ergatterten aber noch feine 7 Punkte.

Box – oh Gott, wir lieben sie wirklich – 10 Punkte.

Ansonsten alles ok – aber dieses blöde Metallapport, nicht, Lesco?? Das war aber auch eklig, gell?? Das mußten wir doch noch erst ein bißchen durch die Gegend schieben und Frauchen mußte noch 2 mal böse “Apport” fauchen, dann war das olle Ding abgeliefert…5 Punkte..

Insgesamt 273 Punkte, 1ter Platz und ein Vorzüglich.

Und an alle Zweifler: Jo, ich bin und war total zufrieden mit Lesco !!!!

——

Das Turnier war wie das Gestrige total nett, gemütlich, habe wieder mit vielen netten Menschen gequatscht, Wetter fand ich nicht ganz so grauselig wie gestern – alles in Allem ein schönes Osterfest!!

16/17.09.2006 VDH Deutsche Meisterschaft in Dittweiler

ja, ja… das Glück gehört nie jemandem alleine…

gemeinsame Übungen

auch nach Dittweiler begleitete mich Michaela mit ihren beiden “Lütten”

Es war wirklich eine ganz toll organisierte Veranstaltung, mit leicht familiärem Touch ob des geringen Starterfeldes – ich habe auf keiner Veranstaltung zuvor so viele “Sportkameraden” kennen gelernt und gesprochen… es war alles rundum nett und lustig!!

Tja, und unser Lauf? Für mich wieder von einem kleineren Schnitzer abgesehen (Lesco ließ sich derart vom eng stehenden Publikum beim gerichteten Apport irritieren, daß er auf dem Rückweg ein bißchen “guckig” und daher langsamer galoppierte) eine tolle Leistung meines Hundes -eben absolut Trainings-Stand-like;alles was falsch läuft, geht auf mein Konto…

Lescos Fußarbeit, wie wir sie lieben sorry, wie ich sie liebe!

aber ein fetter Patzer meinerseits:

Unsere Paradeübung ist eigentlich die Box. – auch diesmal, Lesco fliegt rein, ich “steh” – und er steht – aber wo????

Ich konnte absolut nicht sehen, ob er noch drin war oder seine Hinterläufe vielleicht am hinteren Ende doch schon raus? Ich habe es ziemlich spannend gemacht, glaube ich , ich habe “kurz” überlegt, was machen? Korrigieren oder nicht? Ich habe es getan, brauchte 2 Zusatzkommandos, bis er dann sicher und für mich sichtbar in der Box war – Bewertung: 5 Punkte

Nachdem ich die Prüfung dann ohne weitere Vorkommnisse zu Ende gelaufen bin und mich bei den Richtern bedanke, sagte einer der Richter dann:

“Er war drin” –

Na ja, wie schon gesagt, das Glück ist eine flüchtige Sache, wie?

Am Ende dann reichte es noch zu 246,75 Punkten und dem 9ten Platz…

———————-

So, and here they are…. Bella und Borina, unsere Wegbegleiter, Maskottchen, und immer knuffigen Hundis….dieses Bild entstand aber nicht am Ende unserer Reise – nicht daß Ihr denkt, wir gehen bis an die Hunde-Grenzen… – wer weiß, wann Michaela das geschossen hat.-))

19/20.08.2006 dhv-Deutsche Meisterschaft

in Seeheim

Da ich die dhv-Obi DM 2005 gewonnen hatte, war ich automatisch für diese qualifiziert, die auch zum ersten Mal nur in der Klasse 3 ausgetragen wurde.

Dieses Mal begleitete (bzw chauffierte) mich Michaela – Soni blieb diesmal zu Hause bei Herrchen, dafür hatte Michaela ihre “Kleinen”  Bella und Borina mit. Im Anschluß an diese Meisterschaft sollte es nämlich weitergehen nach Mariazell zu einem Obedience-Seminar

Nach einer seeehr langen (weil von uns in der Planung verpatzten) Anreise kamen wir leicht kaputt am sehr schön gelegenem Christian-Stock-Stadion an.

Gewünscht hatte ich mir für diese DM nur 2 Dinge – daß Lesco beim Abrufen mit Steh und Platz einigermaßen schnell läuft (da hatten wir kurz vorher so leichte Problemchen) und daß ich möglichst am Samstag schon die Einzelübungen laufen könnte. Mein Motto: Schnell dahin ist schnell davon…

Am Freitag abend bei der Auslosung hatte ich Glück – ich würde am Samstag mit den Einzelübungen starten -toll!

Lesco war an diesem Wochenende richtig prima – bis auf einen “Schnitzer” in der Fußarbeit war ich total begeistert von seiner Leistung – man kann sagen, er zeigte mal wieder genau das, was unser Trainingsstand hergibt.

Diesmal kamen wir auf 277 Punkte – und eigentlich wiederholte sich die Situation vom vergangenen Jahr:(nur daß ich diesmal nicht ganz so unvorbereitet darauf war, wenngleich ich auch dieses Jahr wieder niiiiiemals damit rechnen konnte und gerechnet hätte…aber es war wirklich so:

Lesco und ich waren (zum zweiten Mal in Folge) dhv-Deutscher Meister Obedience 2006!

Fand ich es 2005 total witzig, die Meisterschaft zu gewinnen, einfach weil es damals alles so schnell und unkompliziert mit Lesco und mir im Obi ging und das alles für mich mit viel Glück zu tun hatte,

so fand ich es 2006 natürlich doppelt “witzig”, diesen Erfolg auch noch mal wiederholen zu können

PS: witzig – das Wort kommt mir deshalb, weil ich zwar im Training ziemlich ehrgeizig bin, aber vor einer Prüfung kann ich ja eh nix mehr ändern und lasse alles auf mich zukommen.

Und 2005 konnte ich nicht mit solch einem Erfolg rechnen, ich fuhr ja das erste Mal zu einer DM und wußte gar nicht, was mich erwartet….

Und  unmittelbar vor dieser DM 2006 hatte ich ja mit Lesco eine derart bescheidene Prüfung (siehe unten) abgelegt, daß ich diesmal nur den einen Wunsch hatte: Bitte keine “Blamage”

PS: Wetter war obersuper!! das ganze Wochenende!

02.07.06 Obedience-Prüfung in Kiel-Süd

beim RZV für Howavarte/LG Nord

Also über diese Prüfung muß ich berichten!!

Ich hatte hier gemeldet, weil ich dort unbedingt mit Fionne, meiner “Leih-Malinois-Hündin” starten wollte und zwar in der Klasse 1. Na, und wenn man da schon hin fährt, kann man ja gut den Lesco und den Soni einpacken und sich einen schönen Tag machen und die Sonne genießen und ein bißchen mit Lesco starten…..

Diesen Tag werde ich wohl genauso wenig wie andere einschneidene Erlebnisse nicht so schnell vergessen..

Schon morgens, als wir ankamen, ging´s los….der Hundeplatz dort lebt in wohl großer Harmonie mit den benachbarten Kleingärtner, die über ausreichend Schattenplätze verfügen, die aber den Hundesportlern (zumindest an diesem Tag) nicht zur Verfügung stehen. Und wir hatten uns über einen Schattenplatz so gefreut – mußten dann aber umparken in die pralle Sonne.

Ok, habe ja das Autogitter, also alles auf und Auto mit sämtlichen Handtüchern, die man so mit sich führt, verhüllen… leider existiert hiervon kein Bild, Bianca und der Sinn für´s Technische – vor allem da doch manchmal ein laues Lüftchen wehte und meine Handtücher damit immer wieder ihre “Form verloren”.

Ich weiß auch nicht, ich habe bestimmt schon schlimmere heiße Tage erlebt, aber auf diesem Platz der Vorführung “stand” die Hitze-ehrlich!

Gott sein Dank gab es wenigstens herrlichere schattige Spazierwege und sogar einen Wasserzugang, so daß die Hunde mind. die Hälfte jedes Gassigangs mit Baden verbrachten. (ich glaube, Lesco hat zuviel gebadet, wenn ich auf das folgende Prüfungsergebnis gucke…)

Als ich mit Fionne also am frühen Vormittag in der O1 gestartet bin, hatte ich schon eine vage Vorstellung, von dem, was einen nachmittags beim O3-Start erwarten würde…

Meine O3- Kollegin Maike und ich hatten nicht wenig Lust, diese Prüfung abzusagen, denn irgendwie waren wir am nachmittag total “fertig” und “mürbe” – anders kann ich es nicht ausdrücken- aber so was macht man wohl nicht bzw nur in Notfällen, also “Rein und Durch”

Die Richterin B.Regg aus der Schweiz hatte beschlossen, die gemeinsamen Übungen erst nach den Einzelübungen absolvieren zu lassen – auch gut, mir war eh alles egal und von “Spannung, Konzentration usw” war ich meilenweit entfernt. Maike ging es da nicht anders. Wir hatten nur noch den einzigen Wunsch: schnell fertig werden.

Also fing´s mit der Freifolge an; Lesco hatte seine Konzentration entweder an der geliebten Badestelle “vergessen”  oder aber er hat die Stimmung seines “Frauchens” doch mehr angenommen, als ich wollte…

Freifolge – ziemlich bescheiden, Lesco oft “weg” ; gr. Quadrat – so lálá, ebenso das Abrufen mit Steh und Platz

Box – nicht gefunden! ; gericht. Apport und Metallapport wieder ok, ; Suchen – das reinste Grauen; Distanzkontrolle – damit war sogar ich mal super zufrieden, denn es war meiner Meinung nach perfekt.

Meiner Freundin Maike erging es nicht viel besser – und wir beide hätten hier gerne die Prüfung beenden können – aber nein, nun mußten wir uns ja noch die gemeinsamen Übungen antun!

Bevor es zu diesen ging, flachsten wir noch so rum, von wegen, wir kämpfen hier noch mal um das Bestehen der Prüfung , wer würde wohl den Sieg der “Nichtbestandenen” nach Hause tragen usw….

Na, und dann rauf auf den Platz und Hunde absitzen. Ich meine schon auf dem Weg weg vom Hund legte Lesco sich hin – und da war es um mich geschehen…ich habe noch nie so viel “im Versteck” gelacht, wobei ich sagen muß, daß es kein fröhliches Lachen war, sondern eher so eins, daß einen manchmal überkommt, wenn man weiß, daß man eigentlich nicht lachen darf – also eher richtige Lachkrämpfe.

Als wir zu den Hunden zurückgingen, wollte und mußte ich mich ja zusammen reißen, aber als in dem Moment sich auch noch Maikes Hündin Mascha bequem “darnieder legte”  – da ging es erst richtig los….

Wirklich, ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr ich wirklich Angst hatte, disqualifiziert zu werden, vom Platz geschickt zu werden oder ähnliches wegen unsportlichem oder nicht angepasstem Verhalten – aber mit mir war´s vorbei…

Diese Lachkrämpfe hielten sich bis zum Ende der Prüfung und hielten auch noch während der Siegerehrung an – es war wirklich schrecklich, ich hoffe, ich werde so etwas nie wieder erleben, es war mir nämlich wirklich unendlich peinlich…. (ach ja, bei der Ablage soll Lesco sich halb hin und her gerollt haben, ist es zu glauben??)

Das Ergebnis eines schönen heißen Sommertages:

Lesco Prüfung nicht bestanden mit 182 Punkten!!

Und die nächste Prüfung sollte die dhv-DM in Seeheim sein – na, halleluja!!!!

20/21.08.2005 dhv-Deutsche Meisterschaft

in Aalen

Daß ich überhaupt zur DM fahren konnte, war für mich der Hammer schlechthin!

Waren wir doch im April dieses Jahres erst unsere erste O3-Prüfung gestartet. Aber es hat also gereicht (was bestimmt auch daran liegt, daß Obedience immer noch eine sehr junge Sportart ist und die “Konkurrenz” eher überschaubar…)

Nachdem Lesco auf der vorangegangenen Bundessiegerprüfung zwei mal “genullt” hatte, hatte ich eher gemischte Gefühle bei dem Gedanken dort zu starten – aber: ich freute mich dennoch wahnsinnig darauf!

Nachdem ich meinen Bruder Kai und meine Freundin Martina als Coach, Betreuer, Fahrer und “Hüter meines Seelenheils” gewinnen konnte, guckte ich dieser DM mit dem Gefühl entgegen:

“Mal gucken, wie so was wohl ist”  – und es war toll!(abgesehen vom Wetter)

Wir sind in einem netten Hotel untergekommen, der VdH Aalen hat da mächtig was auf die Beine gestellt, es fehlte an nichts – vielleicht nur ein bißchen Sonnenschein….

Da bei dieser DM auch noch die Klasse 1 und 2 gerichtet wurde, war es klar, daß ich erst am 2ten Tag starten würde. Und es war bestimmt ein Glück – denn den ersten Tag goß es wirklich ohne Unterlaß! Ich muß sagen, die Starter der Klasse 1 und 2 hatten mein ganzes Mitgefühl! Ich bin wirklich kein Weichei, was das Wetter angeht,  und trainiere auch bei jedem Wetter, aber was da runterkam, war wirklich gigantisch! Wir sahen da ständig wie nach einer Schlammschlacht aus – nichts war noch trocken…das Auto konnte man anschließend als Lehmkiste bezeichnen…

Am Sonntag aber war es für die O3 Starter vor allem der zweiten Hälfte doch deutlich besser – kam der Regen doch nicht mehr wie aus Kübeln geschüttet runter! (Zur Siegerehrung nachher herrschte sogar komplett trockenes Wetter!)

Meine Prüfung war nicht spektakulär – Lescos Fußarbeit eher bescheiden, weil einigemale durch das Publikum abgelenkt.

Seine Box und das Abrufen mit Steh und Platz – herrlich; Metallapport: “soll ich das wirklich bringen”” – ansonsten alles so, wie unser damaliger Trainingsstand eben so war.

Es reichte zu 261, 5 Punkten.

Als ich nach der Prüfung aus dem Ring kam, fragte Martina mich, ob ich zufrieden gewesen wäre – ja, war ich voll und ganz.

(ok, die Fußarbeit war echt sch.. – aber ansonsten hat Lesco eben alles so gezeigt, wie er es bis dahin gelernt hat)

So, und dann stand ich auf der vorläufigen Ergebnisliste auf Platz 1. – Das fand ich sehr nett anzugucken, und ich schwöre!!!, daß ich in diesem Moment niemals an den Sieg gedacht hätte. Einige Starter später sah es allerdings schon anders aus – hatte ich zuerst wirklich ganz “harmlos”diesen 1ten Platz angelächelt und fand es “nett” – so wurde es mir in den nächsten Minuten/Stunden ein Bedürfnis, einen Blick auf die ständig aktualisierte Liste zu werfen…. Mein Bruder war der Erste, der zu mir sagte: “pass mal auf, Du bleibst da stehen” – da habe ich auch noch gelächelt und abgewunken, aber auch in mir kam so ein kleiner Gedanke….

Die letzten Starter wurden hoch interessiert  beobachtet – und dann, nach dem letzten Prüfungslauf, stand fest:

Wir hatten es geschafft, Lesco und ich waren dhv-Deutscher Meister Obedience 2005!

Da 2005 auch noch die Klassen 1 und 2 an der DM teilnahmen, wurde es recht eng aber auch sehr nett auf dem Podest!

und so kann der Schluß aussehen: der frischgebackene Deutsche Meister mit Soni und Bonny – und den Farben Schleswig-Holsteins…

(dieses Bild entstand auf besonderen Wunsch von Kai ..!!!)

In der ganzen Zeit nach dieser DM und auch heute noch, wenn ich an dieses Ereignis denke…kann ich nur eins denken:

“Das ist einfach nur witzig und unglaublich” – wirklich, das war so unvorhersehbar, so unglaublich, so jenseits all meiner Gedanken und Hoffnungen….., daß es mich wirklich umgehauen hat…

Und Ihr glaubt nicht, wie herrlich, (nach etlichen SMS und Telefonaten) ich auf der Rückfahrt geschlafen habe…..